Aurich
Freie Wähler: Kreis sollte zwei Drittel der Kita-Kosten tragen
Der Landkreis Aurich plant, die Zuständigkeit für alle Kitas zu übernehmen. Doch dagegen protestieren Bürgermeister, Personal - und viele Kreispolitiker. Die Freie Wählergemeinschaft macht einen Vorschlag.
Aurich - Ein Ende der Diskussion über die geplante Übernahme der Kindertagesstätten fordert die Gruppe Freie Wählergemeinschaft Landkreis Aurich. Sie fordert, dass der Landkreis künftig zwei Drittel der Kita-Kosten übernimmt, die Kommunen ein Drittel – entsprechend dem „Wittmunder Modell“. In der nächsten Sitzung des Kreistags müsse eine Grundsatzentscheidung getroffen werden, fordert die Gruppe in einer Pressemitteilung. „Das sind wir den Kindern und Eltern schuldig, die aufgrund der Diskussion stark verunsichert sind“, wird Gruppenmitglied Matthias Trauernicht (Ihlow) zitiert.
Die Wählergemeinschaft ist weiter gegen eine Übernahme der Kitas durch den Kreis – genau wie die Bürgermeister und die Mehrheit im Kreistag, so Johann Wienbeuker aus der Krummhörn.
„Wir müssen schnell handeln“
Die Gruppe werde daher umgehend Gespräche mit den anderen Fraktionen führen, um zeitnah eine politische Entscheidung herbeizuführen. „Wir müssen schnell handeln, da die Kommunen Planungssicherheit benötigen.
Es stehen zahlreiche Sanierungs- und Baumaßnahmen an, die wegen der Unsicherheit zurzeit nicht weitergeführt werden“, wird Heinrich Ubben aus dem Brookmerland zitiert. „Wir sind nach einer Vielzahl von Gesprächen davon überzeugt, dass die Eigenverantwortung und die Kontrolle des frühkindlichen Betreuungs- und Bildungssystems in den Händen der Kommunen bleiben muss“, sagt Matthias Trauernicht.