Aurich

Kunstvereins-Chef fordert Umzug der Kunstschule

| | 06.04.2022 14:49 Uhr | 2 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Auricher Kunstvereins-Vorsitzende André Kirbach. Foto: Karin Böhmer
Der Auricher Kunstvereins-Vorsitzende André Kirbach. Foto: Karin Böhmer
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André Kirbach findet es „erschreckend“, dass Politik und Verwaltung in Aurich seit Jahren über das Projekt diskutieren. Aus seiner Sicht gibt es nur ein Wort für die drei Millionen Euro Förderung.

Aurich - Ein klares Plädoyer für den Umzug der Auricher Kunstschule und des Mach-Mit-Museums in die Osterstraße hat jetzt der Vorsitzende des Kunstvereins Aurich, André Kirbach, abgegeben.

„Dass die Führungsriege der Stadt immer noch über einen seit Jahren dringend benötigten größeren Standort für Kunstschule und Mach-Mit-Museum diskutiert, anstatt endlich die Beine in die Hand zu nehmen, finde ich erschreckend“, schreibt Kirbach in einer Stellungnahme kurz vor der entscheidenden Ratssitzung am Donnerstag.

„Umbau könnte längst begonnen haben“

Der Umbau des aus seiner Sicht „gut geeigneten Eckgebäudes an der Osterstraße“ könnten schon längst begonnen haben, meint Kirbach. „Und drei Millionen Euro Förderung sind ein Geschenk an die Auricher Kinder und Jugend, das man nicht abschlagen sollte.“ Deren Bildung sollte der Stadt allerhöchstes Anliegen sein. Und dazu gehöre die Erfahrung und Entfaltung von persönlicher Kreativität als elementarer Teil des „Großwerdens“.

Er sei seit fünf Jahren Vorsitzender des Auricher Kunstvereins, weil er es wichtig finde, Kunst gerade in einer Kleinstadt wie Aurich zu zeigen. Auch die kommunalen Kunstschulen leisteten einen großen Beitrag zur Förderung und kreativen Entwicklung der jungen Generationen. „Gerade im ländlichen Bereich sind sie von elementarer Bedeutung“, so Kirbach.

Vieles, was er während seiner Schulzeit in den 1980er-Jahren noch als selbstverständlich erlebt habe, etwa guter Kunst- und Musikunterricht oder Theater- und Tanz-AGs, seien mittlerweile Mangelware an deutschen Schulen. „Umso dringlicher ist es, das zu erhalten, was wir haben und es behutsam durch eine schwere Zeit zu tragen“, meint André Kirbach.

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