Aurich

Sandhorster Allee wird noch im April saniert

| | 05.04.2022 14:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Rote Markierungen zeugen von den Vorarbeiten für die Neupflasterung. Foto: Romuald Banik
Rote Markierungen zeugen von den Vorarbeiten für die Neupflasterung. Foto: Romuald Banik
Artikel teilen:

Rote Markierungen weisen darauf hin, dass in Sandhorst bald neu gepflastert wird. Und zwar, bevor die Fockenbollwerkstraße zur Großbaustelle wird. Eine Sache leuchtete mehreren Politikern nicht ein.

Sandhorst - Die Sanierungsarbeiten auf der Sandhorster Allee stehen kurz bevor. Noch im April soll mit der Aufnahme des Pflasters und der Neupflasterung begonnen werden, wie Tiefbauamtsleiter Bernd Ewerth am Donnerstag im Umwelt- und Verkehrsausschuss bekannt gab. Rote Markierungen auf der Fahrbahn wiesen schon auf die Vorarbeiten zur Pflasterung hin. Wichtig sei es, die Arbeiten abzuschließen, bevor der große Umbau der Fockenbollwerkstraße (L 34) beginnt, so Ewerth. Wie berichtet, soll die Teilsperrung dieser Auricher Ausfallstraße im Mai beginnen und rund anderthalb Jahre andauern.

Die Sandhorster Allee ist in einigen Bereichen in schlechtem Zustand, vor allem im Bereich der Einmündung in den Hoheberger Weg, so Ewerth. Die Straße soll jedoch nicht ausgebaut werden, sondern wird lediglich repariert. Auch die Anwohner hatten sich dies so gewünscht - zum einen wegen der Ausbaubeiträge, die sonst fällig geworden wären. Zum anderen, um zu verhindern, dass die Straße zur Rennstrecke wird und noch mehr Ausweichverkehr anzieht.

Zweifel am Zeitpunkt der Sanierung

Denn die Fahrt über den Hoheberger Weg, durch die Sandhorster Allee und den Südeweg ist ein beliebter Schleichweg der Auricher. Deshalb meldete Gila Altmann (Grüne) auch Zweifel am Zeitpunkt der Maßnahme an. Sie fragte, ob es nicht sinnvoller sei, die Fertigstellung der Fockenbollwerkstraße abzuwarten und erst danach die Allee zu pflastern, damit das gerade Pflaster nicht gleich wieder kaputtgefahren wird.

Die Sandhorster Allee ist voller Löcher. Foto: Romuald Banik
Die Sandhorster Allee ist voller Löcher. Foto: Romuald Banik

Am Wochenende Ende März, an dem die Ostertorkreuzung für Reparaturarbeiten am Belag gesperrt war, sei der Ausweichverkehr durch die Allee und den Südeweg deutlich spürbar gewesen, so Altmann. Darunter sei auch erstaunlich viel Schwerlastverkehr gewesen, der dem Straßenbelag besonders zusetze. Eine jetzige Neupflasterung sei möglicherweise für die Katz, so Altmann. Dore Löschen (AWG) schlug in die gleiche Kerbe.

Kritik am Zustand des Südewegs

Ewerth widersprach. Die Stadt habe eine Verkehrssicherungspflicht. Die Sandhorster Allee sei in so schlechtem Zustand, dass keine anderthalb oder zwei Jahre mehr abgewartet werden könne. Man müsse jetzt handeln - und hoffen, dass zumindest der Schwerlastverkehr die offiziellen Umleitungsstrecken nutzt. Die Sandhorster Allee sei für niemanden die offizielle Ausweichstrecke, so Ewerth. Gleichwohl müsse man wohl damit rechnen, dass während der Bauphase an der L 34 das Verkehrsaufkommen in Sandhorst ansteige.

Die im Mai beginnenden Arbeiten an der Fockenbollwerkstraße strahlen bis Sandhorst aus. Foto: Romuald Banik
Die im Mai beginnenden Arbeiten an der Fockenbollwerkstraße strahlen bis Sandhorst aus. Foto: Romuald Banik

Die grundlegende Sanierung des Südewegs wird laut Ewerth erst nach Abschluss der Arbeiten an der Landesstraße beginnen können. Ein Büro arbeite jetzt an der Planung. Mehrere Ausschussmitglieder wiesen auf die immer stärkeren Schäden im Belag des Südewegs hin. Laut Ewerth kann aber eine längere Sperrung nicht gemacht werden, solange es eine so große Baustelle an der Fockenbollwerkstraße gibt. Gerda Küsel (SPD) sah es mit etwas Ironie positiv: Wenn der Südeweg in diesem miserablen Zustand sei, werde das hoffentlich die Autofahrer von dem Schleichweg über die Gemeindestraßen in Sandhorst fernhalten.

Ähnliche Artikel