Südbrookmerland

Krieg in der Ukraine beeinflusst Klinik-Pläne

| | 01.04.2022 12:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
So soll die „Energiezentrale“ im Westen des Zentralklinik-Geländes aussehen. Grafik: Trägergesellschaft
So soll die „Energiezentrale“ im Westen des Zentralklinik-Geländes aussehen. Grafik: Trägergesellschaft
Artikel teilen:

Der Krieg in der Ukraine hat indirekt Auswirkungen auf die Planungen für die Zentralklinik in Uthwerdum. Ein spezieller Bereich soll laut Klinikchef Eppmann noch mal überarbeitet werden.

Uthwerdum - Die Folgen des Ukraine-Krieges wirken sich indirekt auf die Planungen für die Zentralklinik aus, die 2028 in Uthwerdum in Betrieb gehen soll. Das sagte Claus Eppmann, Chef der Klinik-Trägergesellschaft, am Donnerstag im Rat der Gemeinde Südbrookmerland. Konkret sprach Eppmann über das Energiekonzept für die Klinik, das nach den bisherigen Planungen „sehr gaslastig“ sei und noch einmal überarbeitet werden müsse.

Eppmann war in die Südbrookmerlander Gemeinderatssitzung gekommen, um noch einmal die groben Planungen für das Großkrankenhaus vorzustellen. Anlass war ein anstehender Änderungsbeschluss für den bestehenden Bebauungsplan. Wie berichtet, geht es dabei unter anderem um einen zusätzlichen Fuß- und Radweg in Richtung Puntereistraße und die Umlegung von Gewässern. Per Video waren dazu auch zwei Ingenieure zugeschaltet, die die Pläne vorstellten.

Energiekonzept „sehr gaslastig“

Wohl alle hätten sich gewünscht, so Eppmann, „dass uns die Bilder aus der Ukraine erspart geblieben wären“. Indirekt wirkt sich der Krieg nun auch auf die Zentralklinik aus. Und zwar in Sachen Energie. Das Konzept dafür soll nach Worten des Geschäftsführers noch einmal überarbeitet werden. Es sei sehr „gaslastig“, wie es Eppmann ausdrückte. Bekanntermaßen wird aber nun überall versucht, die Abhängigkeit vom Gas und damit von Russland zu verringern.

Ins Detail ging Eppmann nicht. Es erweise sich im Nachhinein als richtig, dass die derzeitigen Planungen solche Änderungen zuließen. So werde es auch vom Land Niedersachsen gefordert.

Wie berichtet, ist für den Klinikbau aktuell eine „Energiezentrale“ in einem separaten Gebäude geplant. Wie sich diese Planungen nun verändern und wie sich das am Ende auf die Kosten auswirkt, ist noch nicht bekannt.

Der Änderungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde von den Mitgliedern des Gemeinderates am Ende einstimmig gefasst. Parallel laufen die Planungen weiter. Noch in dieser Legislaturperiode erwartet die Klinik-Trägergesellschaft einen Förderbescheid vom Land Niedersachsen. Mit dem Baubeginn wird im kommenden Jahr gerechnet. 2028, so sieht es der Zeitplan vor, soll die Klinik in Betrieb gehen. Wie sie einmal aussehen soll, ist auf der Internetseite der Trägergesellschaft www.anevita.de/klinikverbund/zentralklinik dargestellt.

Ähnliche Artikel