Aurich
Finden von Funklöchern wird teuer
Der Wirtschaftsausschuss des Landkreises Aurich will ein Konzept aus Coesfeld übernehmen, um Funklöcher aufzuspüren. Aus mehreren Gründen wird die Umsetzung aber deutlich teurer.
Aurich - Müllwagen sollen zukünftig im Landkreis Aurich mit speziellen Geräten Löcher im Mobilfunknetz aufspüren. Dafür stimmte der Wirtschaftsausschuss des Landkreises am Montag einstimmig.
Die Verwaltung hatte sich mit dem Landkreis Coesfeld ausgetauscht, der das Konzept bereits anwendet. Dieser hatte damals insgesamt 5.000 Euro für zwei Geräte ausgegeben. Im Landkreis Aurich wird hingegen mit deutlich höheren Kosten von 15.000 bis 20.000 Euro gerechnet. Holger Orlik vom Auricher Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung erklärte, dass die Ausschreibung des Projekts sowie die Verarbeitung der gesammelten Daten die Mehrkosten verursachen.
Anbieter sollen Maßnahmen ergreifen
Ob sich die Investition lohnt, ist unklar. Der Landkreis möchte mit den gesammelten Daten eine Netzabdeckungskarte erstellen lassen. Diese zeigt dann, wo noch Funklöcher bestehen. Die Netzanbieter selbst machen die Lücken oft nicht genau deutlich, erklärt Orlik. Der Landkreis erhofft sich, dass durch die Veröffentlichung der Funklöcher Maßnahmen von den Netzanbietern ergriffen werden.
Ob das Netz dadurch tatsächlich zeitnah ausgebaut wird, ist aber ungewiss. So wies beispielsweise Enno Krüsmann (SPD) darauf hin, dass es in Timmel 20 Jahre gedauert hat, bis das einstige Funkloch dort beseitigt wurde. Hinrich Tjaden (CDU) bemerkte, dass ländliche Gebiete beim Netzausbau oft hinten an stehen, weil die Anbieter Städte mit mehr Einwohnern und damit potenzielle Einnahmequellen bevorzugen. Gerade deshalb sprach er sich aber für das Konzept aus.