Südbrookmerland

FWG plant Kita-Offensive für Südbrookmerland

| | 17.03.2022 18:42 Uhr | 2 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Eine Kita in Containern gibt es aktuell bereits in Moordorf. Foto: Holger Janssen
Eine Kita in Containern gibt es aktuell bereits in Moordorf. Foto: Holger Janssen
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Die FWG-Fraktion im Gemeinderat Südbrookmerland will kurzfristig neue Plätze in Kindertagesstätten schaffen. Eine andere Diskussion soll dagegen nach ihrem Willen endlich enden.

Südbrookmerland - In die Offensive geht die Freie Wählergemeinschaft in Südbrookmerland bei der Schaffung von Kitaplätzen. Die größte Fraktion im Gemeinderat will die monatelange Diskussion um einen bereits beschlossenen zusätzlichen Kita-Neubau beenden und möglichst schnell neue Betreuungsplätze schaffen. Auch einen weiteren Vorstoß der FWG aus den vergangenen Wochen hat die Fraktion nun in einem Antrag formuliert.

Im Sommer vergangenen Jahres, kurz vor Ende der Wahlperiode, hatte sich die Südbrookmerlander SPD noch mit ihrer Forderung nach einem fünfzügigen Kita-Neubau durchgesetzt. Eine Mehrheit im Gemeinderat hatte dafür gestimmt. Passiert ist in dieser Sache seitdem jedoch nichts. Bei der Wahl im September wurde die FWG, die ein solches Projekt von vornherein kritisch gesehen hatte, stärkste Kraft. Es folgten unzählige Diskussionen, neue Kitaplätze wurden hingegen keine geschaffen.

Container sollen her

Das soll sich nach Meinung der Freien Wähler nun ändern. Nach dem Ende der Meldefrist für Kitaplätze fordert die Fraktion nun kurzfristige Lösungen. Sie hat bei der Gemeindeverwaltung beantragt, kurzfristig Betreuungsplätze in Containern zu schaffen. Dadurch soll die Zeit überbrückt werden, bis bereits geplante und noch anstehende Neu- und Umbauten fertiggestellt sind. Das Ziel: Zum neuen Kindergartenjahr nach den Sommerferien sollen möglichst alle Kinder, deren Eltern Bedarf angemeldet haben, einen Platz in einer Kindertagesstätte bekommen. Laut Antrag soll überlegt werden, ob die bestehende Containeranlage am Schultrift gekauft oder weitergemietet, oder ob eine neue Anlage errichtet wird.

Aus dem im Sommer vergangenen Jahres beschlossenen zusätzlichen Kita-Neubau mit insgesamt fünf Gruppen wird, wenn es nach der FWG als stärkster Ratsfraktion geht, nichts. Nachdem sich Fraktionsmitglieder bereits in der Vergangenheit dahingehend geäußert haben, gibt es mit dem FWG-Antrag nun Gewissheit über die Pläne der Fraktion. Demnach gebe es für einen zusätzlichen fünfzügigen Neubau keinen Bedarf. Dies habe auch der Landkreis unter Einbeziehung demnächst anstehender An- und Umbauten errechnet. Laut dieser Zahlen fehlten lediglich zwei Krippen- und eine Kindergartengruppe. Letztere soll nach dem Willen der FWG in Münkeboe, im Gebäude der dortigen DRK-Kita geschaffen werden.

Offen für weitere Gruppe

Auf einen Neubau verzichten möchte aber auch die FWG nicht. Wie berichtet, plädiert die Fraktion für einen Ersatzneubau für den DRK-Kindergarten in Theene. Entstehen soll dieser auf einer Freifläche an der Rückseite der ehemaligen Grundschule in Neu-Ekels. Der Plan: Neben den beiden bestehenden Kindergartengruppen sollen dort auch die beiden fehlenden Krippengruppen eingerichtet werden. „Sollten die Planungen ergeben, dass eine 3. Kindergartengruppe notwendig ist, steht die FWG dem nicht im Weg“, heißt es weiter in dem Antrag.

Grundsätzlich gehen die Freien Wähler auch davon aus, dass an der Gebäudesituation des Awo-Kindergartens in Uthwerdum etwas verändert werden muss. Auch diese Einrichtung befindet sich in einem vergleichsweise alten Gebäude. Zuletzt bewilligte die Politik Geld für eine Art Wintergarten, durch den der Gruppenraum auf das gesetzliche Mindestmaß gebracht werden soll. Ein Antrag des Trägers, die Einrichtung um eine zusätzliche Gruppe zu erweitern, wurde, wie seinerzeit berichtet, zunächst bis zur weiteren Klärung zurückgestellt.

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