Moordorf

FCSO: CDU fordert Planungssicherheit

Franziska Otto
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Von Franziska Otto
| 14.03.2022 13:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die FCSO könnte in das Gebäude der Haupt- und Realschule in Moordorf ziehen. Foto: Holger Janssen
Die FCSO könnte in das Gebäude der Haupt- und Realschule in Moordorf ziehen. Foto: Holger Janssen
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Die CDU-Fraktion kritisiert die Forderung zweier Ratsgruppen, einen Grundsatzbeschluss zugunsten der Freien Christlichen Schule in Moordorf zu fassen. Planungssicherheit gibt das ihrer Ansicht nach nicht.

Moordorf - Über die mögliche Ansiedlung der Freien Christlichen Schule (FCSO) brodelt es weiter in der Südbrookmerlander Politik. Nachdem die Gruppen SBL/Grüne und SPD/Linke zusammen in der vergangenen Woche eine Grundsatzentscheidung forderten, spricht sich die CDU-Fraktion nun dagegen aus.

Eine Grundsatzentscheidung alleine helfe niemandem weiter, heißt es in einer Mitteilung vom Fraktionsvorsitzenden Hilko Gerdes. Es stünden sowieso alle Fraktionen dem Vorhaben der FCSO grundsätzlich positiv gegenüber. „Es ist wesentlich wichtiger, dass die Verwaltung der Gemeinde die Gespräche mit der FCSO mit Nachdruck vorantreibt und schon möglichst bald dem Gemeinderat Fakten auf den Tisch legen kann, die eine endgültige und nachhaltige Entscheidung möglich machen.“

Verzögerung sorgt für Zündstoff

Für die Fraktion sei der Antrag der beiden Gruppen im Gemeinderat nicht nachvollziehbar, heißt es. Anscheinend wolle man damit den Protesten einiger Eltern entsprechen.

Viele hatten sich erhofft, dass die Grundsatzentscheidung des Gemeinderats Anfang März fällt. Damals wurde sie jedoch vertagt – unter anderem, weil die Freie Schule (FSO) Großheide Interesse an dem Gebäude der Moordorfer Haupt- und Realschule bekundete. Im Zuge dessen gründete sich eine Elterninitiative, um den Druck auf die Politik zu erhöhen und den Rat zu einer schnellen Entscheidung zu drängen.

Entscheidung bringt keine Planungssicherheit

Eine Verzögerung zugunsten der FSO sieht die CDU-Fraktion nicht – im Gegenteil. Die FSO scheine ohnehin keine „ernsthafte Alternative“ zu sein, so Gerdes. Man müsse ihr dennoch die Gelegenheit einräumen, sich im Fachausschuss vorzustellen.

Die CDU-Fraktion könne die Sorgen der Eltern gut verstehen, so Gerdes. Jedoch gebe eine Grundsatzentscheidung nicht zwingend die geforderte Planungssicherheit. Erst wenn alle Entscheidungen geklärt seien, könne man eine nachhaltige Entscheidung treffen. „Es wäre doch fatal, wenn sich die Eltern auf einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates verlassen würden und dann aber die konkrete Umsetzung wegen unterschiedlicher unüberbrückbarer Auffassungen zwischen FCSO und Gemeinde bezüglich wichtiger Fragen der Finanzierung zum Beispiel nicht stattfinden könnte.“

Wichtig sei nun, so schnell wie möglich in Erfahrung zu bringen, wie viele Eltern tatsächlich ihre Kinder auf die FCSO schicken würden, heißt es. „Eine solche Abfrage bei den Eltern hätte unseres Erachtens schon auf den Weg gebracht werden können, sollte jetzt aber unverzüglich erfolgen, zumal sie nur mit relativ wenig Aufwand verbunden ist.“

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