Südbrookmerland

FCSO: Politik drängt Verwaltung zu mehr Tempo

| | 11.03.2022 11:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die mögliche Ansiedlung der Freien Christlichen Schule Ostfriesland in Moordorf schlägt weiter Wellen. Foto: Holger Janssen
Die mögliche Ansiedlung der Freien Christlichen Schule Ostfriesland in Moordorf schlägt weiter Wellen. Foto: Holger Janssen
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Die Debatte um die Ansiedlung der Freien Christlichen Schule in Moordorf kocht weiter. Nun drücken große Teile der Politik aufs Tempo und fordern eine Entscheidung noch im März.

Südbrookmerland - Nach zahlreichen Eltern machen nun auch große Teile der Politik Druck: Die Gruppen SBL/Grüne und die SPD/Linke im Gemeinderat fordern in einem gemeinsamen Antrag eine Grundsatzentscheidung zur Ansiedlung der Freien Christlichen Schule (FCSO) in Moordorf. Diese soll nach ihrem Willen noch im März fallen. Die Verwaltung plädiert für einen späteren Termin.

Wie berichtet, will die Verwaltung vor einer solchen Entscheidung noch eine Elternbefragung durchführen und weitere Fragen, beispielsweise zur Miete und zur Zahl der an der Schule angenommenen Kinder aus Südbrookmerland klären. Auch zur Kostenübernahme für die Herrichtung von Fachräumen gibt es noch Gesprächsbedarf. „Die FCSO erwartet nicht nur ein klares Bekenntnis aus der Bevölkerung, sondern auch von der Politik unserer Gemeinde, dass eine Ansiedlung in Moordorf gewünscht ist“, heißt es in dem von Georg Wegener (SBL) verfassten Antrag. „Plötzliche Gespräche mit anderen Schulen wie der FSO sowie Verzögerungen sind nicht akzeptabel und gefährden nach unserem Verständnis eine solche.“

Konkurrenz soll Qualität steigern

Auch die Freie Schule aus Großheide (FSO) hatte Interesse an der Nutzung des HRS-Gebäudes angemeldet. Die Verwaltung verweist auf eine Neutralitätspflicht und will der FSO Gelegenheit geben, sich und ihr Konzept in einer Ausschusssitzung am 24. März vorzustellen. „Sich in solch einem Fall Hintertürchen offen zu lassen ist intransparent, wirkt wenig souverän und ist bestimmt nicht zur Vertrauensbildung geeignet“, schreibt Wegener. Vielmehr führe dies zur Verunsicherung.

Bedenken aus dem Brookmerland, wonach die FCSO die gemeinsame IGS gefährden könne, teilen die Gruppen nicht. Konkurrenz belebe das Geschäft und steigere die Qualität. Eine Grundsatzentscheidung, so die Antragsteller, wäre ein eindeutiges Signal an die FCSO und die Eltern. Sie stünde den nötigen weiteren Absprachen nicht im Weg, sondern erleichtere diese.

Georg Wegener hat den Antrag für die beiden Ratsgruppen verfasst. Foto: Holger Janssen
Georg Wegener hat den Antrag für die beiden Ratsgruppen verfasst. Foto: Holger Janssen

Um ihre Forderung durchzusetzen, benötigen die Antragsteller Unterstützung von mindestens drei Mitgliedern aus den anderen Fraktionen. Die nächste Sitzung des Rates ist für den 31. März geplant.

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