Südbrookmerland

Südbrookmerlander Helfer beluden Bus für Ukraine

| | 13.03.2022 16:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Zahlreiche Südbrookmerlander packten am Sonnabend beim Beladen des Busses an. Foto: privat
Zahlreiche Südbrookmerlander packten am Sonnabend beim Beladen des Busses an. Foto: privat
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Die Aktion sprach sich schnell rum bei Vereinen und Einrichtungen in Südbrookmerland. Am Sonnabend wurde ein Bus von Harms-Reisen aus Forlitz mit Hilfsgütern beladen, am Sonntag ging die Fahrt los. Am Steuer sitzt der Ortsvorsteher.

Südbrookmerland - Alle zusammen für den guten Zweck: Zahlreiche Helfer aus mehreren Einrichtungen und Vereinen in der Gemeinde Südbrookmerland haben am Sonntag einen ganzen Bus voll mit Hilfsgütern für die Menschen in der Ukraine auf die Reise geschickt.

Wie Mitorganisator Andreas Collmann auf ON-Anfrage sagte, wurden vor allem haltbare Lebensmittel in Konserven und Hygieneartikel eingepackt.

Ortsvorsteher fährt Bus Richtung Ukraine

Ein Arbeitskollege von Collmann war bereits beim Ihlower Hilfskonvoi von Hendrik de Vries dabei gewesen und hatte damit ein Vorbild für die Südbrookmerlander Aktion geliefert. Collmann sprach seinen Ratskollegen und Ortsvorsteher von Forlitz-Blaukirchen, Harald Harms, an. Dieser fährt den Bus aus dem Unternehmen seiner Familie an die polnisch-ukranische Grenze. Am Sonnabendnachmittag halfen viele Hände beim Einpacken der Hilfsgüter. Am Sonntagmorgen startete Harms mit einem weiteren Fahrer und einer Dolmetscherin Richtung Osten.

Geladen wurden unter anderem Lebensmittelkonserven. Foto: privat
Geladen wurden unter anderem Lebensmittelkonserven. Foto: privat

Beteiligt an der Hilfsaktion waren unter anderem die Freiwilligen Feuerwehren Münkeboe-Moorhusen und Oldeborg, die Dörp-Arge Münkeboe, mehrere Kitas, die Dialyse in Norden und die Sozialstation Südbrookmerland. Auch die Gemeindeverwaltung habe die Aktion voll unterstützt, sagt Collmann, der selber beim Bauhof beschäftigt ist.

Mitorganisator: „Aktion war ein Selbstläufer“

„Als sich die Aktion herumgesprochen hatte, war das ein Selbstläufer“, freute sich Collmann über die große Resonanz. Detlev Krüger, ebenfalls Ratskollege und Betreiber einer Werbefirma in Georgsheil, sorgte für ein Plakat mit der Aufschrift „Stop the war“ mit Südbrookmerland-Wappen, das vorne im Bus aufgehängt wurde.

Klopapier und Windelns: Im Harms-Reisebus wurden viele Hygieneartikel verstaut. Foto: privat
Klopapier und Windelns: Im Harms-Reisebus wurden viele Hygieneartikel verstaut. Foto: privat

Wie Harald Harms den ON am späten Sonntagnachmittag mitteilte, lief die Fahrt nach Polen sehr gut. Gegen 17 Uhr war man bereits rund 100 Kilometer vor der Hauptstadt Warschau. Am späten Abend sollte der Bus an der polnisch-ukranischen Grenze ankommen. Dort sollten die Hilfsgüter umgeladen und von Partnern vor Ort in die Ukraine gebracht werden. Der Bus von Harms Reisen soll auf dem Rückweg, bis zu 50 Kriegsflüchtlinge nach Deutschland mitnehmen – so ist zumindest die Planung. Diese müssen allerdings zentral in Hannover-Laatzen registriert werden, bevor sie sich auf die Kommunen vor Ort verteilen dürfen.

Voraussichtlich am Dienstag wird der Hilfsbus aus Forlitz wieder zurück in Südbrookmerland erwartet, so Andreas Collmann.

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