Aurich
Friedensgebete in Aurich werden fortgesetzt
Die Gemeinden der Auricher Ökumene werden das Friedensgebet für die Ukraine vorerst zum festen Ritual machen. Die Nachfrage sei sehr groß.
Aurich - Die Gemeinden der Auricher Ökumene - also die Kirchen der Innenstadt, Walles und Sandhorsts - werden ihre Friedengebete für die Ukraine fortsetzen. Stattfinden sollen die Gebete immer freitags von 18 bis 18.30 Uhr. Elf Pastoren und Pfarrer haben sich bereit erklärt, diese Andachten zu leiten. Sie finden meist in der jeweiligen Gemeinde des Pastors statt. Näheres wird im Vorfeld bekannt gegeben. Zuvor werden mindestens am Veranstaltungsort die Glocken geläutet. Es wird noch geklärt, ob zu dieser Zeit die Glocken aller beteiligten Gemeinden gleichzeitig läuten.
Die nächste Andacht findet am 11. März mit Pastor Axel Gärtner in der Freien evangelischen Gemeinde in der Rudolf-Eucken-Allee statt. Dort gilt laut Kirchenkreissprecherin Cathrin Meenken die 3G-Regel für den Besuch. Bei jeder Andacht gelten die Corona-Regeln der ausrichtenden Gemeinde. Am 18. März hält Pastorin Angelika Scheepker das Gebet in der Lambertikirche, am 25. März leitet Pastor Jörg Schmid die Andacht in der Reformierten Kirche in Aurich. Am 1. April gestalten die Pastorinnen Sunnive Förster, Heike Musolf und Cathrin Meenken das Gebet in der Lambertikirche. Weitere Andachten werden noch terminiert.
Hohe Nachfrage in den Gemeinden
Geistliche der Lambertikirche, der Reformierten Kirche, der Ludgeruskirche, der Paulus-Kirche, der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde Aurich-Rahe, der Freien evangelischen Gemeinde, der Kirche Walle und der Kirche Sandhorst beteiligen sich an der Gebetsreihe. Die Kollekte kommt den Kriegsopfern zugute.
Die Fortsetzung der Friedensgebete ist den Pastoren laut Meenken ein inneres Anliegen. Zum einen, weil die schrecklichen Bilder aus der Ukraine sie selbst erschüttern. Zum anderen sei deutlich zu spüren, dass die Gemeindeglieder die Gebete wünschen. Bei den ersten Andachten seien die Kirchen sehr gut besucht gewesen. Oft sei sie nach dem nächsten Termin gefragt worden, sagt Meenken. Auch bei Besuchen und in den kirchlichen Gruppen drehe sich fast alles um den Krieg und die Folgen. „Das Thema liegt bei den Menschen obenauf“, so die Pastorin.
Wer die Gebetstermine nicht wahrnehmen kann, findet in der Lambertikirche sonnabends zu den Öffnungszeiten Material, das zum individuellen Friedensgebet genutzt werden kann.