Aurich
Freie Wähler fordern mehr Geld für Medizinstudenten
Derzeit sind im Auricher Kreishaushalt 60.000 Euro zur Unterstützung von Medizinstudenten reserviert, damit diese im Landkreis Ärzte werden. Eine Gruppe im Kreistag reicht das nicht.
Aurich - Eine Verdoppelung des Haushaltsansatzes für Medizinstudenten von jetzt 60.000 auf 120.000 Euro zur langfristigen Sicherstellung der Ärzteversorgung fordert die Freie Wählergemeinschaft im Auricher Kreistag. Ein entsprechender Antrag der Gruppe wurde auf die Tagesordnung des Finanzausschusses am Montag, 14. März, gesetzt. Dort gehen die Haushaltsberatungen 2022 in die dritte Runde.
Derzeit sei zur langfristigen Sicherstellung der Ärzteversorgung im Haushalt eine Förderung von 60.000 Euro für Studenten vorgesehen, die sich verpflichten, anschließend im Landkreis Aurich tätig zu werden, wird Kreistagsabgeordneter Matthias Trauernicht (Ochtelbur) in einer Mitteilung zitiert. Es werde künftig aber mehr medizinischer Nachwuchs benötigt, da schon jetzt acht Prozent der berufstätigen Ärzte das 65. Lebensjahr vollendet hätten. Weitere zwölf Prozent seien Ende Dezember 2019 zwischen 60 und 65 Jahre alt gewesen.
Das würde bedeuten, dass ein Fünftel der Ärzte im Landkreis Aurich in absehbarer Zeit für die Patienten nicht mehr zur Verfügung stünden. Man fordere deshalb von der Landesregierung in Hannover, dass diese mehr Medizin-Studienplätze zur Verfügung gestellt werden. Zugleich müsse der Landkreis die Förderung aufstocken, um die Gesundheitsversorgung sicherzustellen, so Gruppenmitglied Edgar Weiss (Großefehn).