Aurich

Politik befasst sich mit Regenbogenflaggen

| | 27.02.2022 07:44 Uhr | 4 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Regenblogenflagge steht für Toleranz und Offenheit. Foto: DPA
Die Regenblogenflagge steht für Toleranz und Offenheit. Foto: DPA
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Zwei Anträge zur Würdigung der Homosexuellen-Rechte in Aurich liegen vor. Sie fordern, am 17. Mai die Regenbogenflagge zu hissen, und befassen sich mit einer „queeren Ampel“.

Aurich - Am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit. Um ein Zeichen der Solidarität in Aurich zu setzen, hat die Grünen-Fraktion im Ortsrat Kernstadt die Verwaltung aufgefordert, an diesem Tag die Regenbogenflagge an den städtischen Gebäuden, wie dem Rathaus, wehen zu lassen. Behandelt wird der Antrag in der Sitzung des Ortsrates am Donnerstag, 3. März, um 19 Uhr in der Ortsratssitzung im Ratssaal.

Dies soll ein Zeichen für Toleranz und gegen Diskriminierung sein, so die Grünen. Der 17. Mai sei auch für viele Menschen in Aurich von Bedeutung, denn am 17. Mai 1990 habe die Weltgesundheitsorganisation damals Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen. Dennoch seien Diskriminierungen wegen der sexuellen Orientierung nicht gänzlich verschwunden. Am Jahrestag sollten Politik und Verwaltung daher künftig mit dem Hissen der Regenbogenflaggen ein Zeichen der Solidarität setzen.

Platz soll besser kenntlich gemacht werden

Bereits im vergangenen Jahr sei die Regenbogenflagge in Absprache mit dem Landkreis während der Fußballeuropameisterschaft als Solidaritätsbekundung und Reaktion auf Homo- und Transfeindliche Äußerungen und Gesetze des ungarischen Parlaments gehisst worden, so die Grünen. Die Stadt solle nun wieder am Rathaus zeigen, dass sie ein Ort der Vielfalt sei.

Regenbogenflaggen wurden während der Fußball-EM 2021 an vielen Stellen gehisst, um angesichts von Gesetzesverschärfungen in Ungarn Solidarität auszudrücken. Foto: DPA
Regenbogenflaggen wurden während der Fußball-EM 2021 an vielen Stellen gehisst, um angesichts von Gesetzesverschärfungen in Ungarn Solidarität auszudrücken. Foto: DPA

Ortsbürgermeister Timo Mehlmann (SPD) hat noch einen weiteren Antrag eingebracht. Er möchte, dass der Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz am Parkplatz der Sparkassen-Arena besser sichtbar gemacht wird. Ulrichs war im 19. Jahrhundert Jurist und Schriftsteller, zugleich aber auch der erste bekannte Vorkämpfer für die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen. Nach dem gebürtigen Auricher wurde im Rahmen des Christopher-Street-Days 2014 der Platz benannt.

Mehlmann möchte, dass er auch von außen besser erkennbar wird. Dazu wünscht er sich eine Gedenktafel im Bereich der Ampel an der Emder Straße, um die Bedeutung von Ulrichs deutlich zu machen. Zudem sollen die Ampelmännchen an der Fußgängerampel zum Kino durch gleichgeschlechtliche Paare ersetzt und so eine „queere Ampel“ geschaffen werden.

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