Moordorf/Moormerland
FCSO: Start für Südbrookmerlander schon im Sommer möglich
Ein Jahr früher als erwartet könnten Schüler aus Südbrookmerland an der Freien Christlichen Schule Ostfriesland aufgenommen werden. Ein Konzept wurde nun vorgestellt.
Moordorf/Moormerland - Kinder aus Südbrookmerland und den umliegenden Kommunen könnten schon im Sommer an der Freien Christlichen Schule Ostfriesland eingeschult werden. Das sagten die Verantwortlichen am Dienstag bei einem Pressegespräch. Hintergrund: Die in Moormerland ansässige Schule plant, im Sommer 2023 eine Außenstelle in Moordorf zu eröffnen. Für Kinder, die schon in diesem Sommer in die fünfte Klasse wechseln, käme das zu spät. Nun gibt es aber möglicherweise eine Lösung.
Nach Worten der Verantwortlichen soll eine schuleigene Busverbindung von Südbrookmerland nach Moormerland eingerichtet werden. Die neuen Fünftklässler müssten dann ein Jahr lang nach Moormerland pendeln. Im darauffolgenden Schuljahr startet die Schule in Moordorf dann nicht nur mit einem fünften Jahrgang, sondern auch mit den Moormerland-Pendlern, die dann in Jahrgang sechs wechseln. Neben dem Schulgeld müssten Eltern voraussichtlich anteilig die Fahrtkosten tragen.
Noch nicht in trockenen Tüchern
Wie berichtet, will die Privatschule künftig das Gebäude der bald auslaufenden Haupt- und Realschule nutzen. Bei einer Sitzung des Schulausschusses in Südbrookmerland stellte Schulleiter Christian Hunsmann das pädagogische Konzept vor und wusste damit selbst ursprünglich skeptische Eltern zu überzeugen.
Ganz in trockenen Tüchern ist die Ansiedlung der Schule in Moordorf nach Worten von FCSO-Geschäftsführer Kurt Plagge noch nicht. Um den Eltern aber eine Sicherheit zu geben, gibt es die Zusage, dass die Kinder auch noch an der Schule in Moormerland bleiben können, wenn aus einem Standort in Moordorf nichts wird.
Kritisch beäugt wird die Ansiedlung der Privatschule in Moordorf an anderen Schulstandorten. Die Befürchtung: Die FCSO könnte zu viele Schüler aus dem Regelschulbetrieb abziehen. Andererseits gibt es Stimmen, die davon ausgehen, dass durch die Privatschule mehr Plätze an Regelschulen frei werden, die Südbrookmerlander Schüler ansonsten nicht mehr aufnehmen könnten. Beispielhaft ist da die Realschule Aurich zu nennen. Wie berichtet, hat die Stadt als Träger die Schülerzahl gedeckelt, sodass Südbrookmerlander kaum noch zum Zuge kommen dürften. Weil die FCSO aber grundsätzlich Schüler aus allen Kommunen aufnimmt, könnte das für mehr freie Plätze an der Realschule sorgen.
Verantwortliche betonen „gutes Nebeneinander“
Darüber hinaus betonen die FCSO-Verantwortlichen das gute Nebeneinander mit anderen Schulen im Landkreis Leer. Es sei im Übrigen nicht der christliche Ansatz, sich auf ein Kampffeld zu begeben, so Schulleiter Christian Hunsmann.
Für den 19. März plant die FCSO eine Infoveranstaltung für Eltern und Schüler der jetzigen vierten Klassen.
Ein ausführlicher Bericht folgt.
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