Aurich
Vermisste Seniorin mitten in der Nacht wieder aufgefunden
In der Nacht zu Montag suchten 130 Einsatzkräfte in Aurich nach einer vermissten Seniorin. Polizei, Feuerwehr und DRK waren mit Suchhunden und Drohnen vor Ort. Hagel setzte die Kräfte unter Zeitdruck.
Aurich - In der Nacht zu Montag gab es eine groß angelegte Personensuche im Bereich der Auricher Innenstadt. Wie Polizeisprecherin Wiebke Baden auf ON-Nachfrage sagte, war nach Mitternacht in einer Seniorenpflegeeinrichtung aufgefallen, dass eine 75-jährige Frau nicht mehr in ihrem Zimmer war. Die Seniorin ist aufgrund einer Demenzerkrankung auf medizinische Hilfe angewiesen.
Die Polizei machte sich mit Diensthunden auf die Suche. Rund 120 Einsatzkräfte der Feuerwehren Aurich, Haxtum, Sandhorst, Plaggenburg, Walle, Brockzetel, Wallinghausen und Wiesens rückten um kurz nach 2 Uhr aus, um dabei zu unterstützen. Koordiniert wurde der Einsatz vom Einsatzleitwagen 2 aus, der durch die Feuerwehr Middels besetzt wird.
Suchsektoren wurden mittels Drohne und Fußtrupps erkundet
Auch die Drohnenteams der Feuerwehren aus Wiesmoor und Norden waren vor Ort. Zudem setzte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Aurich seine zehnköpfige Rettungshundestaffel mit drei Hunden ein. Ebenfalls alarmiert wurden die DRK-Rettungshundestaffeln Ems-Jade und Wilhelmshaven-Friesland. Sie konnten allerdings den Einsatz auf der Anfahrt abbrechen.
Nach Angaben von Kreisfeuerwehrsprecher Manuel Goldenstein wurden am Feuerwehrhaus Aurich Suchsektoren festgelegt und die beiden Drohnen mit den integrierten Infrarotkameras in die Luft geschickt. Parallel dazu sind die Feuerwehren als Fußtrupps in verschiedene Sektoren entsandt worden. Die Rettungshunde des DRK Aurich nahmen die Suche direkt am Ort des Verschwindens der gesuchten Person auf.
Regen und Hagel setzten die Rettungskräfte unter Druck
Gegen 3.45 Uhr wurde die Vermisste im Bereich der Jann-Berghaus-Straße durch eine Fußtruppe der Feuerwehr lebend aufgefunden. Ein Notfallsanitäter der DRK-Rettungshundestaffel wurde hinzugerufen, der die Erstversorgung übernahm. Die Frau war stark unterkühlt und wurde nach einer Erstversorgung vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.
„Die Suche wurde durch niedrige Temperaturen, die sich um die drei Grad bewegten, und stetig einsetzenden Regen- und Hagelschauer begleitet“, so Goldenstein: „Dieses machte ein schnelles Auffinden der Vermissten notwendig.“