Aurich

Drogerie „DM“ kommt noch in diesem Jahr nach Aurich

| | 31.01.2022 18:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Am Pferdemarkt läuft der Umbau seit Monaten. Noch vor Jahresende sollen dort ein Combi und DM einziehen. Foto: Romuald Banik
Am Pferdemarkt läuft der Umbau seit Monaten. Noch vor Jahresende sollen dort ein Combi und DM einziehen. Foto: Romuald Banik
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Die Gerüchte gibt es schon länger, nun hat die DM offiziell bestätigt, dass eine 720-Quadratmeter-Filiale am Pferdemarkt geplant ist. Bei den geplanten Wohnungen gibt es noch einen Haken.

Aurich - Die Gerüchte gibt es seit etwa einem Jahr, aber es fehlte noch die offizielle Bestätigung - und die ist jetzt da: Die Drogeriekette „DM“ kommt nach Aurich. „Wir freuen uns, bestätigen zu können, dass dm noch dieses Jahr plant, Am Pferdemarkt 5 einen neuen DM-Markt zu eröffnen“, teilte die Gebietsverantwortliche Beate Godos auf ON-Nachfrage mit: „Auf rund 720 Quadratmetern finden Kundinnen und Kunden die breite Auswahl aus über 12.500 Artikeln aus den Bereichen Schönheit, Pflege, Gesundheit, Haushalt, Ernährung, Baby und Kleinkind sowie viele beliebte DM-Services.“

Damit ist diese DM-Filiale schon überdurchschnittlich groß. Auf seiner Internetseite gibt der Drogerie-Konzern mit Stichtag 30. September 2021 bekannt, dass die durchschnittliche Verkaufsfläche aller Filialen im Geschäftszeitraum 2020/21 bei 631 Quadratmetern lag.

XXL-Combi wird kein Warenhaus

Der Dörpener Investor Wilhelm Schomaker entwickelt die frühere Kaufhalle in Aurich. Wie berichtet, sollen dort 6500 Quadratmeter Gewerbefläche entstehen. Zunächst war von einem Famila-Markt die Rede. Inzwischen teilte die Bünting-Firmengruppe mit, dass sie sich am Pferdemarkt für einen XXL-Combi entschieden hat, der 3500 Quadratmeter Ladenfläche umfassen soll.

Wer an einen Famila-Markt denkt, hat oft den 2008 wiedereröffneten XXL-Famila in Wechloy mit rund 10.000 Quadratmetern plus Extra-Flächen für andere Shops vor Augen. Doch schon allein den Famila-Markt im Stile eines Warenhauses prägen dort auch eine Bekleidungs-, Spiele-, Haushaltswaren-, Wäsche- und Werkzeugabteilung.

Combi mit „größerer Sortimentstiefe“

Dieser Warenhaus-Charakter wird in Aurich nicht angestrebt. „Unsere größten Combi-Märkte umfassen knapp 3000 Quadratmeter, in Aurich wird es ein darauf aufbauendes erweitertes Sortiment geben“, teilte Bünting-Sprecherin Annett-Rabe mit. In dem XXL-Combi-Markt werde es in allen Bereichen Food, Non-Food und Getränke insgesamt eine größere Sortimentstiefe geben. Weitere Details könnten derzeit aber noch nicht genannt werden, so Rabe.

Wie es mit den auf dem Dach geplanten Wohnungen weitergeht, hängt jedoch noch von politischen Entscheidungen ab. Foto: Romuald Banik
Wie es mit den auf dem Dach geplanten Wohnungen weitergeht, hängt jedoch noch von politischen Entscheidungen ab. Foto: Romuald Banik

Während die Gewerbeflächen noch im Laufe des Jahres in Betrieb gehen sollen, hängt der Bau von Wohnungen noch in der Schwebe. Schomaker hatte mehrfach gesagt, dass er auf dem Dach der alten Kaufhalle nicht nur Parkflächen, sondern auch Wohnungen plane. Mal war von 30 Appartements, später von 50 die Rede (wir berichteten). Inzwischen spricht Schomaker von 20 bis 30 Wohnungen.

Bebauungsplan steht Wohnen bisher im Weg

Es gibt allerdings noch ein Problem: Bislang lässt der Bebauungsplan an der Stelle die Nutzung „Wohnen“ nicht zu. Der Bebauungsplan müsste also geändert werden. Während Bürgermeister Horst Feddermann sagte, dass im Rathaus nichts Offizielles zu entsprechenden Plänen bekannt sei, sagte Schomaker auf ON-Nachfrage, dass er mit der Verwaltungen in Vorabstimmungen sei und die Politik die Sache in Kürze diskutieren müsse. Die Entscheidung treffe letztlich der Auricher Rat. „Vorgespräche laufen“, so der Dörpener.

Sobald aus der Politik ein positives Signal komme, dass Wohnungen gewünscht seien und der Bebauungsplan geändert werde, werde er wie derzeit geplant die Wohnungen so weit herstellen, dass sie zur Eröffnung der Läden im Rohbau fertig sind und bei dann laufendem Geschäftsbetrieb nur noch ausgebaut werden müssten, sagte Schomaker. Mit dem Wohnungsbau werde er auch beginnen, wenn das umfangreiche Bebauungsplanverfahren dann noch nicht vollständig abgeschlossen, sondern nur in Gang gesetzt sei.

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