Fußball
Bezirksliga: Ausrutscher sind beim TuS Middels unerwünscht
Für den Fußball-Bezirksligisten TuS Middels wird es im Kampf um die Aufstiegsrunde bald ernst. Trainer Sven Glöckner spricht über das große Ziel und seine eigene Zukunft.
Middels - Die Zeit läuft. Noch knapp sieben Wochen, dann beginnt für den Fußballbezirksligist TuS Middels die Woche der Wahrheit. Innerhalb von sieben Tagen bestreitet die Mannschaft von Trainer Sven Glöckner drei Nachholspiele. Der Ausgang der Spiele entscheidet darüber, ob die Gelb-Schwarzen um den Aufstieg in die Landesliga spielen oder an der Abstiegsrunde teilnehmen. Glöckner blickt optimistisch auf die Aufgabe.
Im Gespräch mit den Ostfriesischen Nachrichten sagt er: „Spieler haben Bock darauf. Wir wollen das Ding noch drehen.“ Gegenwärtig sind die Middelser noch sieben Zähler vom vierten Platz entfernt, der das Ticket für die Aufstiegsrunde bedeutet. Dort rangiert der SV Wallinghausen, der bereits alle Spiele absolviert hat. Er ist zum Zuschauen verdammt und hofft auf einen Patzer der Middelser. Eine Niederlage und schon ist der Traum von der Aufstiegsrunde für die Middelser beendet.
„Der Druck liegt bei uns“
Das weiß auch Glöckner. Er bekennt: „Wir dürfen uns keinen Ausrutscher erlauben. Der Druck liegt klar bei uns und unsere Gegner werden uns bestimmt nichts schenken.“ Middels hat noch zwei Heimspiele gegen Weene und Norden sowie das Gastspiel in Strudden vor der Brust.
Der Middelser Sportliche Leiter Glöckner übernahm Ende September 2021 den Trainerstab von Uwe Langheim, der nach der 0:1-Niederlage in Weene von seinem Amt zurückgetreten war. Er hatte zuvor in sieben Spielen mit dem TuS fünf Zähler geholt. Eine magere Bilanz, die weit hinter den Erwartungen des Vereins lagen. Glöckner suchte das Gespräch mit den Spielern, trat ihnen nach eigenen Angaben „offen und ehrlich“ gegenüber und gab auch den Bankdrückern wieder eine Chance. Die Art kam bei den Spielern an, die Mannschaft zeigte in den verbleibenden vier Partien bis zur Winterpause ein anderes Gesicht. Mit Folgen. Unter Glöckner holte der TuS aus vier Begegnungen sieben Punkte. Davon vier Zähler bei den Spitzenclubs der Liga. Mit diesem Schlussspurt hielt sich Middels noch die Chance offen, die Qualifikation für die Aufstiegsrunde aus eigener Kraft zu schaffen.
Trainersuche bereits in vollem Gange
Damit das auch gelingt, beginnt in der ersten Februarwoche das Mannschaftstraining. Dazu gesellen sich in den kommenden Wochen sechs Testspiele von unterschiedlicher Qualität. Darunter sind Gegner von der Kreisklasse (FSV Jever) bis hin zur Landesliga (Germania Leer). „Wir wollen uns von Spiel zu Spiel steigern und hoffen, dass wir zu Beginn der Nachholspiele gut gerüstet sind“, meint Glöckner. Unabhängig davon, wie sich Middels schlägt und ob die Gelb-Schwarzen in der Auf- oder Abstiegsrunde spielen, endet die Aufgabe als Trainer für Glöckner zum Ende der Saison.
„Ich mache als Trainer nicht weiter. Das ist fix. Gegenwärtig laufen die Gespräche. Es gibt zwei, drei Kandidaten. Mehr werde ich dazu nicht sagen“, hielt sich Glöckner bedeckt und konzentriert sich auf die kommenden sieben Wochen Vorbereitungszeit, die es in sich haben.