Aurich

Zwei Amtsleiter verlassen das Auricher Rathaus

| | 27.01.2022 19:56 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Zwei weitere Amtsleiter verlassen das Auricher Rathaus. Foto: Romuald Banik
Zwei weitere Amtsleiter verlassen das Auricher Rathaus. Foto: Romuald Banik
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In der Auricher Verwaltung dreht sich das Personalkarussell weiter: Nach der Planungsamtsleiterin haben nun auch die Chefs der Bauordnung und der Personalabteilung ihren Abschied bekannt gegeben.

Aurich - Viele neue Namen und Abgänge im Auricher Rathaus: Nach der Planungsamtsleiterin Anna Heimlich haben nun auch Theo Dworak, Chef des Bauordnungsamtes und der städtischen Denkmalpflege, und Personalamtsleiter Jens Albers gekündigt.

Dworak ist seit 2017 Leiter des Bauordnungsamtes und hatte seitdem unter anderem mit dem Graffiti an der Fassade von Optik Lenk, dem Bau der Moschee an der Oldersumer Straße und den denkmalgeschützten Häusern in der Osterstraße zu tun, in die die Kunstschule und das Mach-Mit-Museum einziehen sollen. Nun gibt die Stadt Delmenhorst im Internet bekannt, dass Dworak dort zum nächstmöglichen Zeitpunkt Fachdienstleiter Bauordnung werden soll.

Arbeitswege verkürzen sich

Laut Bürgermeister Horst Feddermann sei Dworaks Entscheidung nachvollziehbar, da er im Landkreis Oldenburg wohne und mit der Stelle in Delmenhorst sowohl seinen Weg zur Arbeit verkürzen, als auch eine Fachdienstleitung übernehmen könne. Wie und wann die Stadt Aurich die Stelle neu ausschreibt, stehe noch nicht fest, so Feddermann auf ON-Nachfrage. Die neue Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß werde ihre Vorstellungen bei der Neubesetzung mit einbringen.

Bürgermeister Horst Feddermann hält personellen Wechsel bei Kommunen für ganz normal. Der Fachkräftemarkt sei eng, die Kommunen konkurrieren um Mitarbeiter. Karrierechancen würden entsprechend genutzt. Foto: Heino Hermanns
Bürgermeister Horst Feddermann hält personellen Wechsel bei Kommunen für ganz normal. Der Fachkräftemarkt sei eng, die Kommunen konkurrieren um Mitarbeiter. Karrierechancen würden entsprechend genutzt. Foto: Heino Hermanns

Ebenfalls neu besetzt werden muss die Leitung des Personalwesens. Wie Feddermann sagte, wechselt der bisherige Sachgebietsleiter Jens Albers zur Stadt Wiesmoor. Auch er verkürze damit seinen Weg zur Arbeit und mache einen Karriereschritt, so Feddermann.

Umstrukturierungen im Rathaus

Im Rathaus hat sich das Personalkarussell in den vergangenen gut zwei Jahren kräftig gedreht. Mit Feddermann zog im November 2019 ein neuer Bürgermeister ein. Just zu der Zeit gingen Planungsamtsleiter Peter Völker, Tiefbauamtsleiter Günter Langhof und Kämmerer Gero Evers in den Ruhestand. Ihre Stellen wurden schnell neu besetzt.

Feddermann nahm einige Änderungen an der Rathausstruktur vor, unter anderem gibt es nun die Abteilungen Bauverwaltung sowie Klima/Umwelt/Verkehr. Leiter der insgesamt neunköpfigen neuen „Stabstelle Bürgermeister“ wurde Johann Stromann. Diese Abteilung übernahm auch das Stadtmarketing. Die bisherigen Mitarbeiterinnen wechselten in andere Abteilungen.

Zwei Fachbereichsleiter ausgeschieden

Aus drei Fachbereichen machte Feddermann vier und übernahm einen davon selbst. Erster Stadtrat und Fachbereichsleiter Bildung/Kultur Hardwig Kuiper ist geblieben. Die Fachbereichsleiter Kai-Michael Heinze und Irina Krantz sind inzwischen woanders tätig. Ihre Aufgaben übernahmen Laura Rothe und Alexandra Busch-Maaß. Planungsamtsleiterin Anna Heimlich kündigte nach zwei Jahren auf der Stelle, kurz nach dem Weggang von Irina Krantz. Die Stelle ist neu ausgeschrieben.

Während sich etliche Auricher Politiker über die vielen personellen Wechsel in den zurückliegenden Monaten wundern, sagt Feddermann, dass die Abgänge nichts mit der Amtsführung zu tun hätten. Heinze und Krantz hätten ebenfalls die Gelegenheit ergriffen, sich karrieretechnisch zu verbessern. Er habe sich zunächst vergeblich dafür eingesetzt, dass die beiden Fachbereichsleiterstellen in Wahlbeamtenstellen umgewandelt würden. Dass dies für den Baubereich nun gelungen sei, habe die Stelle gleich attraktiver gemacht.

Dass Mitarbeiter woanders anfangen, werde es immer geben. Und dass die frei werdenden Stellen nachbesetzt würden, zeige ja, dass auch die Stadt Aurich ein attraktiver Arbeitgeber sei, so Feddermann. Insgesamt sei der Fachkräftemarkt leer, die Kommunen buhlten alle um Bewerber. Für die Mitarbeiter sei das die Chance, Karrierechancen auch zu ergreifen.

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