Aurich

Kaserne: Politik entsetzt über Planungslücken

| | 19.01.2022 17:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im Auricher Rathaus wurde noch spät am Dienstagabend beraten. Foto: Romuald Banik
Im Auricher Rathaus wurde noch spät am Dienstagabend beraten. Foto: Romuald Banik
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Am Dienstag wurden Auricher Ratsleute über den Stand der Kasernen-Planung informiert. Will die Stadt Aurich kein Fördergeld verlieren, steht sie vor einem Marathonjahr unter Hochdruck.

Aurich - Die Auricher Politik ist am Dienstagabend fraktionsübergreifend eiskalt erwischt worden. Die Sitzung, zu der Bürgermeister Horst Feddermann die Fraktionschefs der Ratsparteien, Mitglieder des Verwaltungsausschusses, den neuen Vorsitzenden des Konversionsausschusses und die Fachbereichsleiter geladen hatte, dauerte Stunden. „Wir waren richtig entsetzt“, sagten Teilnehmer.

Zwar sei es noch nicht zu spät, aber äußerst knapp, um wichtige Verträge und Aufträge unter Dach und Fach zu bringen, sagen einige Ratsmitglieder hinter vorgehaltener Hand. Durch den personellen Wechsel an der Bau- und Planungsamtsspitze (wir berichteten) sei es zu Informationsverlusten und Verzögerungen gekommen. Auch wenn meterweise Akten zur Kasernenplanung vorlägen, stehe die neue Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß vor der kaum lösbaren Aufgabe, nun ganz kurzfristig verhandeln zu müssen.

Kritik an Verwaltungsspitze

Mehrere Fraktionen kritisieren dabei Bürgermeister Horst Feddermann, der nach ihrer Meinung den Übergang besser hätte koordinieren müssen. „Das darf nicht passieren, dafür gibt es keine Entschuldigung“, sagte einer der Anwesenden. Auch Corona, Personalwechsel und ein neuer Stadtrat dürften nicht solche Löcher reißen. Dafür sei das Projekt viel zu wichtig.

Die Entwicklung des ehemaligen Kasernengeländes gilt als eines der wichtigsten städteplanerischen Projekte in Aurich seit Langem. Foto: Romuald Banik
Die Entwicklung des ehemaligen Kasernengeländes gilt als eines der wichtigsten städteplanerischen Projekte in Aurich seit Langem. Foto: Romuald Banik

Es stehen dringende Dinge an. Demnach müssen Bebauungspläne auf den Weg gebracht werden. Der städtebauliche Vertrag mit den Investoren ist noch nachzuverhandeln und zum Abschluss zu bringen. Wegen einer großen Summe Fördergeld, die noch in diesem Jahr ausgegeben werden muss, stehen einige Projekte unter erheblichem Zeitdruck.

Während einige Fraktionen auf die mit großer Mehrheit gefassten Beschlüsse pochen, sprechen andere von „einer Chance in der Neuaufstellung, die nun notwendig und möglich wird“.

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