Südbrookmerland
Teures Zubehör aus Reitstall gestohlen
Teures Reitzubehör verschwand im Mai 2021 aus einem Reitstall in Münkeboe. Kurz darauf fanden Ermittler Teile der Beute in einem anderen Stall und machten zwei Verdächtige aus – nun läuft der Prozess.
Südbrookmerland/Aurich - Reiten ist ein teures Hobby. Vor allem dann, wenn für ein eigenes Pferd Utensilien wie Sattel, Trense und anderes Zubehör angeschafft werden müssen. Der Diebstahl solcher Gegenstände beschäftigt nun die Juristen am Auricher Amtsgericht. Die Suche nach Beweisen gestaltet sich jedoch schwierig.
Die Staatsanwaltschaft beschuldigt einen 30-jährigen Auricher und seine 19-jährige Partnerin, in Münkeboe Reitutensilien aus einem Stall gestohlen und teilweise für das eigene Pferd verwendet zu haben. Von einem etwa 1600 Euro teuren Sattel fehlt nach wie vor jede Spur.
Anders ist das bei einer Trense, Handschuhen einer Fliegenmaske und weiteren Gegenständen. Diese wurden in einem anderen Reitstall in Münkeboe wiedergefunden und sichergestellt. Der Angeklagte, der vom Auricher Anwalt Joachim Müller verteidigt wird, bestritt über diesen die Tat und äußerte sich ansonsten bislang nicht zu dem Vorfall. Seine Partnerin wollte ebenfalls nichts zu den Vorwürfen sagen.
Zweiter Anlauf für Verhandlung
Vor einigen Wochen war es schon einmal in dieser Sache zu einer Verhandlung gekommen. Schon damals machten die Beschuldigten von ihrem Schweigerecht gebrauch. Weil keine Zeugen geladen waren, war die Verhandlung ebenso schnell beendet, wie sie begonnen hatte.
Am Mittwoch war das anders. Die Eigentümerin der gestohlenen Sachen und die Reiterin, die den Einbruch gemeldet hatte, sagten aus und schilderten ihre Sicht der Dinge. Die Eigentümerin war sich sicher, dass es sich bei den aufgefundenen Gegenständen um ihr Reitzubehör handelte. Das ließe sich beispielsweise an Beschädigungen und Kratzern, beispielsweise an einer Reitkappe, erkennen.
Neuer Termin wegen erkrankter Zeugin
Über den Tipp einer anderen Frau sei sie auf die Angeklagten und den anderen Münkeboer Reitstall aufmerksam gekommen. Nachdem sie sich dort umsehen durfte und ihre Sachen entdeckte, habe sie die Polizei gerufen. Unklar blieb bislang, wie genau die Beteiligten auf die beiden Angeklagten aufmerksam geworden sind. Dazu hätte am Mittwoch eine dritte Zeugin befragt werden sollen. Diese konnte jedoch aus gesundheitlichen Gründen am Mittwoch nicht an der Verhandlung teilnehmen. Deshalb setzte das Gericht für den 24. Februar einen neuen Termin an. Weil dieser außerhalb einer geltenden Drei-Wochen-Frist liegt, müsste das Verfahren theoretisch komplett neu aufgerollt und alle Zeugen erneut befragt werden. Die Beteiligten einigten sich aber, darauf zu verzichten und die bisherigen Aussagen zu verlesen. Gehört werden sollen aber die ausgebliebene Zeugin und eine weitere Reiterin.