Südbrookmerland

Millionen für den Brandschutz

| | 17.01.2022 14:18 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Planung steht: So soll das neue Feuerwehrhaus in Victorbur einmal aussehen. Grafik: Gemeinde Südbrookmerland
Die Planung steht: So soll das neue Feuerwehrhaus in Victorbur einmal aussehen. Grafik: Gemeinde Südbrookmerland
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Neue Häuser, neue Fahrzeuge: Die Gemeinde Südbrookmerland investiert in den nächsten Jahren kräftig in ihre Feuerwehren. Ein Großprojekt spielt dabei eine besondere Rolle.

Südbrookmerland - Ob mit oder ohne Zentralklinik – in ihre Feuerwehren muss die Gemeinde Südbrookmerland in den kommenden Jahren weiter kräftig investieren. Schon in diesem Jahr soll mit dem Bau des neuen Victorburer Feuerwehrhauses begonnen werden, zeitgleich läuft die Suche nach einem Standort für ein neues Gerätehaus in Münkeboe.

Und weil der Bau der Zentralklinik mehr als wahrscheinlich ist, dürfte dann auch ein besonderes Feuerwehrfahrzeug in Südbrookmerland stationiert werden.

Geld für Neubau steht bereit

450.000 Euro plant Kämmerer Wilfried Müller im Haushalt 2022 für den Feuerwehrhausneubau in Victorbur ein. Aus 2021 gibt es noch einen Haushaltsrest von 750 000 Euro. Geld, das zu einem großen Teil ebenfalls in diesem Jahr verbaut werden soll. Insgesamt rechnet die Verwaltung mit Kosten von rund 2,1 Millionen Euro. Gebaut werden soll das neue Gerätehaus, wie berichtet, an der Neuen Straße im Bereich des Kreisverkehres am Rathaus. Die Gemeinde hatte die etwa 4000 Quadratmeter große Fläche im Frühjahr 2019 vom Victorburer Ortsbrandmeister Manfred Gerdes gekauft.

Ganz so weit ist man in Münkeboe noch nicht. Nach den Victorburern sollen auch die dortigen Einsatzkräfte ein neues Gerätehaus erhalten. Die Standortsuche läuft. Bislang konzentrierte sich dabei vieles auf eine Fläche südöstlich der Upender Straße, kurz vor dem Münkeboer Ortseingang. Es gibt jedoch auch Alternativen, wie die Verwaltungsspitze am Freitag bei einem Pressegespräch sagte. Details nannte sie auch auf Nachfrage nicht. Nur so viel: Man sei in Gesprächen mit dem Landkreis und der Feuerwehrführung. Nach Informationen der ON soll es sich bei einer Alternative um eine Fläche nordwestlich der Upender Straße, nahe der dortigen Tennisplätze handeln. In beiden Fällen würde die Feuerwehr einige hundert Meter weiter an die tom-Brook-Straße heranrücken. Eine Marschrichtung für die Weiterentwicklung der Feuerwehren vorgeben dürfte ein Bedarfsplan, der in den vergangenen Monaten unter Beteiligung eines Gutachters erstellt worden ist. Details daraus sind bislang nicht bekanntgeworden. Voraussichtlich soll sich in den nächsten Wochen zunächst die Politik mit dem Thema befassen, bevor die Öffentlichkeit informiert wird. Denkbar ist eine Vorstellung des Gutachtens am 8. März. Dann findet laut Plan die nächste Sitzung des zuständigen Fachausschusses statt.

Zwei Szenarien

Laut Verwaltung werden in dem Bedarfsplan zwei Szenarien – einmal mit und einmal ohne Zentralklinik- berücksichtigt. Das Großkrankenhaus dürfte die Südbrookmerlander Feuerwehren schließlich vor große Herausforderungen stellen. Nach Informationen der ON ist dafür unter anderem die Anschaffung eines Drehleiterfahrzeuges vorgesehen. Dieses könnte dann in Victorbur stationiert werden. Kommt ein solches Fahrzeug, muss die Gemeinde dafür vermutlich tief in die Tasche greifen. Knapp 600 000 Euro kostete beispielsweise ein solches Fahrzeug, das 2020 in Wiesmoor in Dienst gestellt wurde.

Mit Blick auf übliche Kostensteigerungen dürfte es in Südbrookmerland noch um einiges teurer werden. Vorausgesetzt, die Politik setzt die Vorgaben des Bedarfsplanes auch um. Rechtlich bindend sind solche Gutachten nämlich in der Regel nicht.

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