Brookmerland
Gemeinden bleiben von Steuereinbrüchen verschont
Laut der Brookmerlander Verwaltung hatten die Corona-Folgen für die Wirtschaft keine dramatischen Folgen für das Steueraufkommen der Gemeinden – mit einer kleinen Ausnahme.
Brookmerland Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft in vielen Bereichen kräftig durchgeschüttelt. Starke negative Auswirkungen auf das Steueraufkommen der Samtgemeinde Brookmerland und ihrer Mitgliedsgemeinden hatte das nach Angaben von Vize-Rathauschef Jochen Behrends aber nicht.
In den Mitgliedsgemeinden sei es nicht zu nennenswerten Einbrüchen bei den verschiedenen Steuern gekommen, so Behrends. Zu den Steuern, die Gemeinden als Ertrag verbuchen dürfen, zählen neben den Grundsteuern auch die Gewerbesteuer, die Vergnügungssteuer sowie Anteile an der Umsatz- und der Einkommenssteuer, die den Kommunen zugewiesen werden.
Schon mit vorsichtiger Kalkulation ins Jahr gestartet
Während sich in einigen anderen Kommunen im Kreis Aurich der Anteil an der Einkommenssteuer besser entwickelte als erwartet und in der Coronazeit die Umsatzsteuer deutlich einbrach, entsprechen die Anteile an der Einkommens- und Umsatzsteuer in allen Gemeinden des Brookmerlandes laut Behrends im Wesentlichen den Erwartungen: „Lediglich in Wirdum wird der Ansatz nicht ganz erreicht.“
Die Gewerbesteuern wurden Behrends zufolge in der Haushaltsplanung unter Berücksichtigung möglicher Auswirkungen der Pandemie eher restriktiv eingeplant. Diese Ansätze würden voraussichtlich erreicht. Die Vergnügungssteuer spielt nur in Rechtsupweg und Upgant-Schott aufgrund der dortigen Spielhallen eine Rolle. Auch da wurde bereits mit niedrigeren Erträgen gerechnet.
Insgesamt wurde mit rund 9 Millionen Euro Steuern gerechnet
Zahlen zur Steuerentwicklung teilte Behrends den ON nicht mit. In den im Ratsinfosystem veröffentlichten Haushaltsplänen sind die Steuererträge nicht nach Steuerarten aufgeschlüsselt. Das insgesamt erwartete Steueraufkommen lag laut den Haushaltsansätzen 2021 für Leezdorf bei 1,4 Millionen Euro, für Marienhafe bei 1,9 Millionen, für Osteel bei 1,31 Millionen Euro, für Rechtsupweg bei 1,26 Millionen Euro, für Upgant-Schott bei 2,57 Millionen Euro und für Wirdum bei 632.000 Euro.
Bei den Einnahmen aus Eintritten erwartet Behrends einen Rückgang beim zeitweise geschlossenen Störtebekerbad. Zahlen dazu liegen noch nicht vor.