Aurich

Vollsperrung für neuen Radweg am Haxtumerfeld

| | 04.01.2022 14:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Für Autofahrer ist die Brücke über den Ems-Jade-Kanal bereits seit Montag gesperrt. Foto: Romuald Banik
Für Autofahrer ist die Brücke über den Ems-Jade-Kanal bereits seit Montag gesperrt. Foto: Romuald Banik
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Bereits am Montag wurde die Brücke über dem Ems-Jade-Kanal für den Autoverkehr gesperrt, damit ein neuer Radweg gebaut werden kann. Die Umleitungsstrecke ist allerdings ein großer Umweg.

Aurich - Seit mittlerweile zehn Jahren kämpft der Ortsrat Upstalsboom für den Radweg an der Straße „Zum Haxtumerfeld“. Jetzt soll es endlich so weit sein: Bereits am Montag wurde die Straße „Zum Haxtumerfeld“ für den Kfz-Verkehr in Höhe der Brücke über dem Ems-Jade-Kanal bis voraussichtlich 11. Februar voll gesperrt. Zunächst soll ein Durchlass-Bauwerk im Klärwerksgraben erneuert werden. Diese Vorbereitung ist laut Stadt für den Neubau des Radweges erforderlich. Innerhalb des nächsten halben Jahres soll das nur 570 Meter lange fehlende Teilstück des Radweges zwischen Grundschule Upstalsboom/Ems-Jade-Kanal und Westerfelder Straße gebaut werden.

Laut Bernd Ewerth vom Auricher Tiefbauamt dient der Lückenschluss primär der Schulwegsicherung. Die Polizei hat die Straße, die auch gerne als Schleichweg genutzt wird, als besonders gefährlich für Radfahrer eingestuft. Neben dem Radweg soll auch noch eine südliche Brückenrampe beim Ems-Jade-Kanal erneuert und der Zufahrtsbereich zur Straße „Zum Antjebitt“ verbreitert werden.

Straße schon gesperrt, um Material anzuliefern

Die ersten Vorarbeiten haben laut Ewerth bereits im Dezember begonnen. Mitte Januar sollen die baulichen Arbeiten starten. Die Straße wurde schon jetzt gesperrt, damit das notwendige Material angeliefert werden kann. Im direkten Umfeld der Grundschule sind laut Tiefbauamt keine baulichen Arbeiten vorgesehen.

Nach derzeitigem Stand ist die Vollsperrung der Straße „Zum Haxtumerfeld“ bis Mitte Februar erforderlich. Die Stadt Aurich bemüht sich, die weiteren verkehrlichen Einschränkungen, die sich aus dem fortlaufenden Bauablauf ergeben, möglichst gering zu halten, teilte Ewerth auf Anfrage mit. Die Umleitung für die Fahrzeuge ist allerdings weiträumig und erfolgt über die: „Westerfelder Straße“, „Goschmeersweg“, „Kirchdorfer Straße“, „Julianenburger Straße“, „Oldersumerstraße“, „Zum Haxtumerfeld“. Für den Fuß-/ und Radverkehr erfolgt eine provisorische Brücke über den Klärwerksgraben inklusive einer Zuwegung, so Ewerth.

Bau wäre vor Jahren günstiger gewesen

Hätte man schon vor Jahren mit dem Bau begonnen, wäre er allerdings wesentlich günstiger geworden. Wie berichtet, wird der Bau deutlich teurer als ursprünglich geplant. Schuld daran ist die weltweit hohe Nachfrage nach Baumaterialien und die damit verbundenen steigenden Preise. Laut Stadtverwaltung verteuert sich der Bau des Radweges deutlich. Statt der bislang veranschlagten 670.000 Euro werden nach der Ausschreibung der Arbeiten, darunter Kanal- und Straßenbauarbeiten, rund 230.000 Euro mehr fällig. Insgesamt 900.000 Euro müssen also für den Lückenschluss bei dem Radweg gezahlt werden. Parallel zu den steigenden Preisen ist laut Verwaltung zumindest auch die Förderquote erhöht worden. Statt bislang 385.000 Euro kann die Stadt für den Radweg nun mit 441.000 Euro rechnen. Der Rest der Mehrkosten soll aus „allgemeinen Deckungsmitteln“ kommen.

Bereits für 2019 waren im Haushalt der Stadt Aurich eigentlich 400.000 Euro für den Lückenschluss eingeplant. Dann aber kam der gewaltige Einbruch bei den Gewerbesteuern. In der Folge wurde die Haushaltssperre erlassen, alle noch nicht begonnenen Investitionen wurden gestoppt. Im Jahr 2020 hat der Radweg „Zum Haxtumerfeld“ die Sparrunden in den Haushaltsberatungen überstanden. Nun soll es also tatsächlich losgehen.

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