Südbrookmerland
Rufe nach Personal für Bauhof werden lauter
Die Rufe nach mehr Personal für den Südbrookmerlander Bauhof werden lauter. Nach Ali Awada fordert nun auch die SPD eine weitere Pflasterkolonne – mit einem Vorbehalt.
Südbrookmerland - Von einem großen Problem spricht die SPD-Ratsfraktion mit Blick auf die Straßen, Fuß- und Radwege in Südbrookmerland. Viele wiesen erhebliche Mängel und dadurch ein hohes Gefahrenpotenzial auf, heißt es in einem Schreiben, in dem die Genossen die Verwaltung auffordern, im Haushalt für das kommende Jahr Geld für eine zusätzliche Pflasterkolonne beim Südbrookmerlander Bauhof einzuplanen. Damit schließt sich die SPD einer alten Forderung von Grünen-Ratsmitglied Ali Awada an. 2019 verfolgte die SPD noch eine andere Idee.
Für Awada stand schon vor gut zwei Jahren fest, dass der Bauhof durch eine weitere Pflasterkolonne verstärkt werden muss. Viele kleinere Straßen könnten durch das Personal instandgesetzt werden. Ebenso könnten die Mitarbeiter zur Stelle sein, wenn kleinere Schadstellen behoben und so größere Schäden vermieden werden könnten. Durchsetzen konnte sich Awada mit seinem Vorstoß bislang nicht. Auch, weil die damalige Ratsmehrheit aus SPD und CDU andere Wege gehen wollte.
SPD wollte Bauhofshelfer
Wie seinerzeit berichtet, hatten die Genossen gefordert, statt einer Pflasterkolonne mehrere Hilfskräfte einzustellen. Den Sozialdemokraten war nach eigenen Angaben zu Ohren gekommen, dass Mitarbeiter der Pflasterkolonne immer wieder zu anderen Arbeiten herangezogen würden, falls es zu Personalengpässen komme. Die Idee der SPD: Diese Arbeiten könnten von den Helfern übernommen werden, die Pflasterer hätten mehr Zeit, sich um die Straßen zu kümmern.
Nun scheint aber auch die SPD, mittlerweile in der Oppositionsrolle, andere Wege gehen zu wollen. Derzeit, so heißt es in ihrem Antrag, werde der Personalbedarf beim Bauhof geprüft. Und zwar durch einen externen Dienstleister. Ein Ergebnis werde für das zweite Quartal in 2022 erwartet. Das Problem: Läuft alles nach Plan, ist der Haushalt dann bereits verabschiedet. Sollte das Ergebnis der Prüfung zeigen, dass eine weitere Pflasterkolonne empfehlenswert ist, müssten die weiteren Schritte zeitnah umgesetzt werden, so die Genossen. Sie möchten deshalb das Geld vorsichtshalber im Haushalt einplanen lassen.
Ein Erfolgsmodell
Die Arbeit der Pflasterer des Bauhofs gilt in Südbrookmerland als Erfolgsmodell. So weist ein von der Verwaltung veröffentlichter Tätigkeitsbericht allein fünf größere Sanierungsmaßnahmen aus, die durch den Bauhof in Eigenregie durchgeführt wurden. Dazu gehört unter anderem die Sanierung der Straßen Pollerhörn, Am Sportplatz, Meyerweg und Herrenhüttener Straße.
Hinzu kommen etliche Ausbesserungsarbeiten, beispielsweise von Frostschäden. Dank neuer Gerätschaften ist auch die Arbeit bei Aufschotterungen deutlich effektiver geworden, wie es aus dem Bauhof heißt.