Pewsum/Berlin
Trotz viel Arbeit in Berlin: Saathoff will im Kreistag bleiben
Mehr als 10.000 Menschen im Landkreis Aurich wählten den Krummhörner in das Kommunalparlament. Doch die anspruchsvollen neuen Aufgaben in der Hauptstadt machen das nicht einfacher.
Aurich Trotz seiner vielen neuen und zusätzlichen Aufgaben als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium will der Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff (SPD) aus Pewsum Mitglied im Auricher Kreistag bleiben.
Er wolle auf jeden Fall versuchen, die Termine unter einen Hut zu bringen, sagte Saathoff auf ON-Anfrage. Wenn sich in einigen Monaten herausstelle, dass es nicht funktioniert, könne er das Kreistagsmandat immer noch abgeben. Noch könne er das nicht genau abschätzen. Ein aktuelles Beispiel gibt es jedoch bereits: An der zweiten Sitzung des neuen Auricher Kreistags an diesem Mittwoch kann Saathoff nicht teilnehmen – wegen dringender Termine in Berlin.
Auch als SPD-Unterbezirksvorsitzender will er weitermachen
Zur Erinnerung: Bei der Kommunalwahl am 12. September hatte Saathoff im Landkreis Aurich 10.062 Stimmen geholt – mit Abstand die meisten aller Kandidaten. Schon seinerzeit hatte Saathoff gegenüber den ON betont, er werde so viel Arbeit in der SPD-Kreistagsfraktion machen, wie seine Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter zulasse. Insgesamt 22 Sitzungswochen gibt es im Bundestag in Berlin pro Jahr.
Von seiner Ernennung zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium von Nancy Faeser (SPD) wusste Saathoff seinerzeit noch nichts.
Auch das Amt des Auricher SPD-Unterbezirksvorsitzenden wolle er weitermachen, kündigte Saathoff an. Anfang des Jahres stünde auf einem Parteitag die Wiederwahl an. Beide Funktionen, der Sitz im Kreistag und der Vorsitz beim Unterbezirk, seien für ihn wichtig, um die Verwurzelung in der Basis vor Ort zu verdeutlichen, so Saathoff.