Südbrookmerland
Kita-Landschaft wird größer
Die Suche nach kurzfristig einzurichtenden Plätzen für Kita-Kinder verzögert die Planung des Kita-Neubaus in Südbrookmerland. Dennoch steigen die Betreuungs-Kapazitäten zum nächsten Winter merklich.
Südbrookmerland - Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des neuen Schul- und Kitaausschusses standen nur wenige Punkte. Dennoch wurde einiges besprochen, wie es mit der Kita-Landschaft in Südbrookmerland im nächsten Jahr weitergeht.
Als Elternvertreterin wurde zunächst Kirsten Vennegerts neu verpflichtet. Die Position des Schülervertreters blieb vakant: Denn nach dem Auslaufen der Haupt- und Realschule (HRS) in Moordorf gibt es mittelfristig keine Schüler über 14 Jahre an einer gemeindeeigenen Schule mehr. Die Schüler der IGS Marienhafe-Moorhusen dürfen formal trotz des Schulstandorts auf Gemeindegebiet dieses Amt nicht bekleiden.
Keine Schülervertreter mehr in der Gemeinde
Ausschussvorsitzender Hermann Peters (SPD) bedauerte das, denn es sei wichtig, die Perspektive der Schüler in der Politik zu hören. Nun soll geklärt werden, ob nicht doch ein Schülervertreter der IGS zugelassen werden könne. Immerhin gebe es den Schul-Zweckverband mit der Samtgemeinde Brookmerland, die allerdings offiziell einzige Schulträgerin ist.
Einem Defizitausgleich in Höhe von 124.950 Euro für das kommende Haushaltsjahr des Kinderspielkreises Münkeboe-Moorhusen stimmten die Ausschussmitglieder zu.
Umzug der DRK-Kita und ein Anbau in Vorbereitung
Wichtige Informationen gab es vor allem außerhalb der inhaltlichen Tagesordnung unter den Punkten Anfragen und Bürgerfragestunde. Der frühere Fraktionsvorsitzende der SPD, Stefan Kleinert, fragte nach dem Stand beim im Sommer beschlossenen Kita-Neubau.
Laut Schulamtsleiter Joachim Betten wird sich die Planung des Neubaus noch etwas hinziehen. Derzeit sei die Verwaltung zum einen dabei, den Umbau des HRS-Gebäudes für den Umzug der DRK-Kita vorzubereiten. Gleiches gelte für den Anbau an der Kita Moordörper Nüst.
Ort für Zusatzgruppe wird noch nicht verraten
Und zudem sei das Schulamt derzeit mit Hochdruck dabei, einen Platz für eine kurzfristig einzurichtende Kindergartengruppe zu suchen. Dafür liefen Gespräche mit dem Landkreis, dem Landesjugendamt und den Einrichtungen, so Betten. Es seien dicke Bretter zu bohren und viele Details zu klären.
In den bestehenden Einrichtungen werde kurzfristig nach einem Raum gesucht, in dem schon zum neuen Kindergartenjahr eine Gruppe von 20 bis 25 Kindern Platz finden könnte. Dieser müsse auch die Zustimmung des Landkreises und des Landesjugendamtes finden. Wo sich dieser Standort befinden könnte, wollte Betten allerdings noch nicht verraten, weil die Gespräche noch nicht weit genug gediehen seien. In der nächsten Ausschusssitzung im neuen Jahr soll dieses Geheimnis dann gelüftet werden, kündigte der Schulamtsleiter an.
Nachfragen zum Kindergarten in Münkeboe
Matthias Redenius, einer der Kandidaten für das Bürgermeisteramt in diesem Sommer, nutzte die Bürgerfragestunde allerdings doch schon für Nachfragen. Er hakte nach, wie viel Platz denn in der Kita Münkeboe sei. Dort befinden sich mehrere ungenutzte Räume, in denen früher der Jugendtreff untergebracht war.
Betten äußerte sich äußerst zurückhaltend. Es seien tatsächlich Wohnräume dort vorhanden. Doch eine Wohnung müsse die Gemeinde auch zur Unterbringung von Obdachlosen vorhalten.
Rund 70 Plätze mehr in einem Jahr
Auch wenn es mit dem Neubau bislang noch sehr verhalten vorangeht, sei dieser weiterhin Thema bei der Verwaltung, betonte Betten. Nun gehe es aber erstmal darum, kurzfristig so viele neue Plätze wie möglich zu schaffen. Dies gelingt mit etwas Verzögerung voraussichtlich im nächsten Spätherbst oder Winter für den DRK-Kindergarten Moordorf. Dort entsteht eine zusätzliche Krippengruppe sowie im Kindergartenbereich am deutlich größeren neuen Standort in der HRS auch 15 bis 20 neue Kindergartenplätze.
Beim Moordörper Nüst entsteht zum nächsten Herbst eine neue Krippengruppe. Und zudem soll die kurzfristig geschaffene Zusatzgruppe in einem der Bestandskindergärten rund 20 Kindern einen Betreuungsplatz bieten.
Insgesamt wächst die Südbrookmerlander Kita-Landschaft im kommenden Jahr also um 30 Krippen- und rund 35 bis 45 Kindergartenplätze.