Aurich
Arbeitslosigkeit in Aurich ist leicht rückläufig
In Ostfriesland sind die Arbeitslosenzahlen wegen des Saisonendes leicht gestiegen. In Aurich dagegen gibt es weniger Arbeitslose als noch vor einem Monat.
Aurich/Ostfriesland - Die Zahl der Arbeitslosen ist im Bereich der Agentur für Arbeit Emden-Leer im November um 114 leicht gestiegen. Auf die Arbeitslosenquote hat dieser Anstieg keine Auswirkungen. Sie bleibt stabil bei 5,5 Prozent. Anders sieht die Entwicklung im Bereich der Geschäftsstelle Aurich der Agentur für Arbeit aus: Hier gibt es einen leichten Rückgang. Im November sind 91 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als noch im Oktober. Die Arbeitslosenquote sinkt von 5,7 auf 5,6. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 6,8 Prozent.
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Die Quote der sogenannten Unterbeschäftigung lag im November in Ostfriesland bei 7,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug dieser Wert 8,2 Prozent. Die Unterbeschäftigung umfasste im November den Angaben zufolge 18.143 Personen – 196 weniger als im Vormonat (minus 1,1 Prozent) und 2623 weniger als vor einem Jahr (minus 12,6 Prozent). Bei der Unterbeschäftigung werden neben Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die zwar arbeitssuchend sind, aber nicht als arbeitslos gezählt werden. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind.
Menschen mit Behinderungen finden schwerer Arbeitsplätze
Nach den Sommermonaten und der Herbstsaison gebe es an der ostfriesischen Küste weniger Touristen, wird Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Emden Leer, in einer Mitteilung zitiert. Weiter sagt Dupák: „In dieser Zeit gibt es vor allem in unseren Geschäftsstellenbezirken an der Küste saisonbedingt einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen, Personal aus dem Hotel und Gaststättengewerbe, aber auch aus dem Einzelhandel meldet sich vorübergehend arbeitslos.“ So komme es in den Geschäftsstellenbezirken Norden (mit den Inseln Norderney und Juist), Wittmund (mit den Inseln Langeoog und Spiekeroog) und auf Borkum zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Dagegen waren nicht nur die Zahlen in Aurich rückläufig, sondern auch in Emden (minus drei Personen) und Leer (minus 80 Personen).
Von den zurzeit als frei gemeldeten 3170 Arbeitsstellen sind 3008 sofort zu besetzen, heißt es weiter. „Trotzdem ist es für manche Menschen schwer, einen Arbeitsplatz zu bekommen, selbst wenn sie geeignet sind“, erklärt Dupák – und weist damit auf die Gruppe der Menschen mit Behinderungen hin, die es oft immer noch schwer hat, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Agentur für Arbeit ist Träger der beruflichen Rehabilitation, „darum möchten wir nicht nur am 3. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, auf das Potenzial dieser Personengruppe hinweisen“, so Dupák. Unternehmen und Arbeitnehmer hätten die Möglichkeit, sich bei den Spezialisten der Agentur für Arbeit über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren „und für vermeintliche Hindernisse intelligente Lösungen zu finden“.
Mehr als 5400 Menschen gelten als Langzeitarbeitslose
Im November waren bei der Agentur für Arbeit Emden-Leer mit den angeschlossenen Geschäftsstellen und bei den für die Grundsicherung zuständigen Jobcentern in Leer, Emden, Norden, Aurich und Wittmund insgesamt 13.771 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 114 Personen beziehungsweise 0,8 Prozent mehr als im Oktober. Die Zahlen im Vorjahresvergleich (minus 2292 Personen beziehungsweise minus 14,3 Prozent) sind gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 6,4 Prozent.
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im November 5086 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl um 6,5 Prozent beziehungsweise 310 Personen gestiegen. Im Bereich der steuerfinanzierten Grundsicherung waren im November 8685 Personen arbeitslos gemeldet, davon gelten laut der Mitteilung 5473 Personen als Langzeitarbeitslose. Die Arbeitslosenzahl in diesem Bereich sei im Vergleich zum Vormonat insgesamt um 2,2 Prozent gesunken. Das entspricht 196 Personen.