Aurich
Müllgebühren im Kreis stabil - Sperrmüll aber teurer
Der Abfallbetrieb des Landkreises rühmt sich im bundesweiten Vergleich besonders niedriger Müllgebühren. Doch in einigen Bereichen wird es für die Bürger ab 1. Januar trotzdem teurer.
Aurich Die Müllgebühren für gut 116.000 Haushalte im Landkreis Aurich bleiben im kommenden Jahr stabil und werden nicht erhöht. Allerdings müssen Bürger ab 1. Januar wegen gestiegener Kosten mehr Geld für die Anlieferung von Abfall bei den sechs Müllstationen in Großefehn, Georgsheil, Hage sowie auf Juist, Norderney und Baltrum zahlen. Entsprechenden Plänen stimmte der Abfallwirtschaftsausschuss kürzlich fast einstimmig zu.
Demnach bleibt die jährliche Müll-Grundgebühr im Landkreis bei 69 Euro. Die Zusatzgebühr je Kubikmeter Bio- und Restabfall bleibt bei 43,78 Euro, das entspricht je Leerung einer 120-Liter-Tonne 5,25 Euro. Die durchschnittliche Gebührenbelastung je Haushalt bleibt bei rund 120 Euro, wie Abfallwirtschaftsbetriebsleiter Hans-Hermann Dörnath erläuterte. Er ist weiterhin stolz auf die Stabilität: „Im bundesweiten Vergleich so niedrige Gebühren zu haben, schafft nicht jeder.“
Sperrmüllabholung und Anlieferung wird teurer
Die Sperrmüllabholung im Kreis Aurich wird allerdings ab 1. Januar teurer. Sie kostet dann 70 statt 65 Euro bis fünf Kubikmeter. Bei der Anlieferung von Sperrmüll zu den Wertstoffhöfen steigt die Gebühr auf 80 Euro je Tonne.
Die Kosten für Selbstanlieferer steigen je nach Abfallart um neun Prozent (bei Bioabfällen) bis zu 155 Prozent (bei gefährlichen Mineralfaserabfällen). Grund dafür seien unter anderem gestiegene Transportkosten für den Abfallbetrieb, so Leiter Dörnath. Die Gebühren seien seit 2016 nicht erhöht worden. Die Kosten seien seitdem aber um 10 bis 18 Prozent gestiegen. Immerhin: Für Holz und Flachglas dagegen sinken die Anliefergebühren.
Klärgruben-Leerung wird ebenfalls teurer
Ebenfalls erhöht wird die Gebühr für die Entsorgung von Fäkalschlamm aus gut 1800 Gruben in Ihlow, Brookmerland, Großheide, Hage, Hinte, Krummhörn, Dornum und Norden. Die Gebühr pro Kubikmeter steigt wegen gestiegener Kosten zum 1. Januar von 41 auf 44 Euro.
Die übergroße Mehrheit der neu gewählten Kreistagsabgeordneten war einverstanden mit den neuen Gebührenfestsetzungen. So meinte etwa Hinrich Tjaden (CDU, Ihlow): „Es ist gut, dass die Bürger sich auf konstante Gebühren verlassen können.“ Nur Regina Stegemann (Grüne, Aurich) stimmte gegen einige der Beschlüsse.