Wiesmoor

Corona-Ausbruch im Awo-Wohnpark Wiesmoor verläuft glimpflich

| | 26.11.2021 20:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Seniorenheime sind in der Corona-Pandemie besonders gefährdet. Symbolfoto: DPA
Seniorenheime sind in der Corona-Pandemie besonders gefährdet. Symbolfoto: DPA
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Obwohl sich 33 Bewohner und elf Pflegekräfte im Awo-Wohnpark mit Corona infiziert haben, musste niemand ins Krankenhaus. Dennoch gab es einige Herausforderungen bei der Betreuung.

Wiesmoor - Der Schrecken war groß im Awo-Wohnpark in Wiesmoor, als immer mehr Coronainfektionen bei Bewohnern und Mitarbeitern festgestellt wurden. Am 12. November wurden die ersten Fälle bekannt. Bei einer erneuten Reihentestung am Montag kamen noch einige positive Ergebnisse hinzu. Derzeit sind 33 Bewohner und elf Mitarbeiter positiv getestet.

„Das war schon eine neue Erfahrung für uns“, sagte Thore Wintermann vom Awo-Bezirksverband Weser-Ems angesichts des Umfangs. 64 Plätze hat der Seniorenwohnpark.

Nur bei der Hälfte der Betroffenen Erkältungssymptome

Krankenhauseinweisungen seien aber nicht nötig gewesen, so Wintermann. Drei Mitarbeiter und fünf Bewohner seien inzwischen nahezu genesen. Nur rund die Hälfte der Betroffenen habe Erkältungssymptome entwickelt.

Vier der infizierten Bewohner waren nicht vollständig geimpft. Die meisten anderen aber schon. Als die ersten Corona-Fälle auftauchten, ging es gerade darum, die Bewohner mit einer Drittimpfung zu versehen. Die konnte jedoch keine Wirkung mehr entfalten.

Mitarbeiter vonaußerhalb halfen aus

Die Bewohner weiterhin zu versorgen war allerdings angesichts der elf infizierten Mitarbeiter eine Herausforderung, die laut Wintermann durch Kollegen aus anderen Einrichtungen der Awo und von Personaldienstleistern gemeistert werden konnte.

Die Mitarbeiter, die sich angesteckt haben, seien allesamt geimpft gewesen, so Wintermann. Insgesamt haben 89 Prozent des Teams den Corona-Schutz. Insgesamt könne man angesichts des glimpflichen Verlaufs sagen, dass die Impfung wirke. Zu Beginn des Jahres habe es ebenfalls Corona-Ausbrüche in Seniorenheimen gegeben. Dann habe es aber mehrere Todesfälle gegeben.

Gratwanderung zwischen Schutz und Kontaktbedürfnis

Bis zum 1. Dezember bleibt die Einrichtung laut Wintermann nach derzeitigem Stand noch für Besucher geschlossen. Für die Bewohner bedeute das weitgehende Isolation. Sie bleiben auf ihren Zimmern, müssen auf gesellige Runden und auf Besuch verzichten. Für die Mitarbeiter sei nun die Herausforderung, die Gratwanderung zwischen Coronaschutz und seelischer Gesundheit zu schaffen.

In den fast zwei Jahren der Pandemie seien dazu allerdings schon Erfahrungen gesammelt worden. Die Kontaktaufnahme zu Angehörigen und Freunden werden über das Telefon oder Videoanrufe ermöglicht, so Wintermann. Nun werde sich das Leben hoffentlich bald wieder normalisieren.

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