Südbrookmerland

Feuerwehr bekommt neue Geräte für schnellere Rettung

| | 23.11.2021 19:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Feuerwehrleute zerschneiden bei einer Übung mit einer Rettungsschere ein Auto. Symbolfoto: Sven Hoppe/DPA
Feuerwehrleute zerschneiden bei einer Übung mit einer Rettungsschere ein Auto. Symbolfoto: Sven Hoppe/DPA
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Noch vor dem Bau eines neuen Löschgruppenfahrzeuges für die Feuerwehr Wiegboldsbur werden die Pläne aufgestockt. So sollen die Retter bei bestimmten Einsätzen noch schlagkräftiger werden.

Südbrookmerland - Schlagkräftiger wollen die Feuerwehren in Südbrookmerland werden. Diesem Ziel, das die Retter schon seit vielen Jahren verfolgen, kommen sie demnächst wieder ein kleines Stück näher. Und zwar, wenn es beispielsweise um die Rettung von Menschen aus Unfallfahrzeugen geht. Neben der Ortsfeuerwehr Uthwerdum soll dafür künftig auch die Feuerwehr Wiegboldsbur ausgerüstet und ausgebildet werden.

Wenn Menschen im Gemeindegebiet in einem verunfallten Wagen eingeklemmt sind, rückt bislang die Feuerwehr Uthwerdum zur Hilfeleistung aus. Die Kameraden um Ortsbrandmeister Dennis Uschmann haben jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Gebiet und schon unzählige Menschen gerettet. Glücklicherweise, so Uschmann, kommen derartige Einsätze in der Gemeinde längst nicht so häufig vor, wie beispielsweise fehlerhaft ausgelöste Brandmeldeanlagen. Wenn es aber kracht, muss es schnell gehen.

Baupläne werden verändert

Dabei könnte demnächst wohl eine Neuanschaffung helfen. Gemeindebrandmeister Focko Westerbur bestätigte den ON auf Anfrage die Anschaffung eines zweiten sogenannten Rettungssatzes. Die Geräte, mit denen beispielsweise Autos zerlegt werden können, sollen in Wiegboldsbur stationiert werden. Wie berichtet, ist für die dortigen Kameraden der Kauf eines neuen Löschfahrzeuges geplant. Damit dieses nicht nach Auslieferung aufwendig umgebaut werden muss, haben sich die Verantwortlichen der Südbrookmerlander Feuerwehren dazu entschieden, die neuen Gerätschaften schon jetzt zu beschaffen. Aus dem ursprünglich geplanten Löschgruppenfahrzeug wird somit ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, wie es die Retter nennen. Die Auslieferung soll voraussichtlich im Sommer anstehen.

Gemeinsame Übungen

Spätestens dann wollen Uthwerdumer und Wiegboldsburer noch enger als bisher zusammenarbeiten. Laut Uschmann rücken künftig beide Ortsfeuerwehren zu Verkehrsunfällen und anderen Hilfeleistungen aus. Die Gerätschaften der beiden Ortsfeuerwehren seien kompatibel. Fällt ein Gerät aus, ist Ersatz sofort zur Stelle. Zusammenarbeiten wollen beide Wehren aber auch bei der Ausbildung. In Wiegboldsbur ist die Erfahrung bei der Abarbeitung von Verkehrsunfällen bislang gering. Lehrgangsplätze an den Feuerwehrschulen sind häufig nur schwer zu bekommen. Vorteil der Retter in Südbrookmerland: Dank guter Kontakte zu einem Abschleppunternehmen in Georgsheil sind immer wieder Unfallwagen zu bekommen, an denen die Einsatzkräfte für den Ernstfall üben können.

Grünes Licht von der Politik

Der neue Rettungssatz ist gewissermaßen ein Vorgriff auf den Feuerwehrbedarfsplan, den die Gemeinde bereits vor geraumer Zeit in Auftrag gegeben hat. Laut Westerbur habe es Signale gegeben, dass ein zweiter Rettungssatz für die Gemeinde notwendig werden könnte. Laut Dennis Uschmann gibt es mittlerweile aber auch gesetzliche Vorgaben, die durch die Beschaffung umgesetzt werden.

Die Südbrookmerlander Politik hat bereits grünes Licht gegeben. Das bisher geplante Fahrzeug war ohnehin schon bestellt, die mit der zusätzlichen Anschaffung entstehenden Mehrkosten mussten noch abgesegnet werden. Größere Diskussionen darüber hat es aber nach ON-Informationen nicht gegeben – wie in den meisten Fällen, wenn es um die Ausstattung der Feuerwehren in der Gemeinde geht.

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