Norden/Emden
Künftig ein Chefarzt für zwei Psychiatrien
Die Kliniken in Aurich, Norden und Emden sollen bis zur Eröffnung der Zentralklinik weiter zusammenwachsen. Jetzt gibt es eine gemeinsame Leitung für eine weitere Abteilung.
Norden/Emden Die Ubbo-Emmius-Klinik (UEK) in Norden und das Klinikum Emden haben jetzt einen gemeinsamen Direktor für die psychiatrischen Abteilungen. Dr. Egbert Held, bislang Chefarzt der Psychiatrie in Norden, führt die zwei Abteilungen in ein „Zentrum für seelische Gesundheit“ zusammen. In Emden tritt er damit die Nachfolge von Chefarzt Prof. Dr. Wolfgang Trabert an. Das teilte die Klinik-Trägergesellschaft jetzt mit.
Nach 23 Jahren als Chefarzt der psychiatrischen Abteilung am Klinikum Emden ist Trabert Ende Oktober in den Ruhestand gegangen. „Wir verabschieden einen geschätzten Mitarbeiter. Professor Trabert engagierte sich mit großem Einsatz für die Belange seiner Patienten und seines Fachs“, wird medizinische Geschäftsführerin Dr. Astrid Gesang zitiert. Dabei sei er immer auch wissenschaftlich tätig gewesen. Zuletzt habe er sich unter anderem mit Missbrauchssituationen in therapeutischen Beziehungen befasst. Außerdem hat sich Prof. Trabert bei der Bildung regionaler Hilfs- und Betreuungsnetzwerke in Emden beteiligt. Auch durch seine Initiative sei ein Netzwerk zur Weiterversorgung psychiatrischer Patienten entstanden.
Zentrumsbildung schreitet voran
Trabert war außerdem häufig als psychiatrischer Gutachter tätig, etwa in großen Prozessen vor dem Auricher Landgericht.
Mit der Verzahnung der beiden Standorte Emden und Norden schreite die Zentrumsbildung, die mit dem Einzug in die Zentralklinik abgeschlossen werde, auch in der Psychiatrie voran, schreibt die Trägergesellschaft. Bereits seit 2007 sei Dr. Held als Chefarzt der Norder Klinik tätig und übernehme nun standortübergreifend die Verantwortung für die psychiatrischen Abteilungen. Dabei unterstützen ihn Dr. Doris Janssen als leitende Ärztin in Emden und Dr. Arne-Dietrich Esse als leitender Arzt in Norden. Die beiden sind als Standortleiter direkte Ansprechpartner in den Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Alle bisherigen Angebote inklusive Institutsambulanz und Tageskliniken sollen bestehen bleiben.
Im Rahmen des Standortentwicklungskonzepts sollen diese außerdem künftig um thematische Schwerpunkte wie psychische Störungen im höheren Lebensalter (Gerontopsychiatrie) erweitert werden, heißt es.