Südbrookmerland

Genossen wollen weg von Personendebatten

| | 15.11.2021 21:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Erst im Sommer wählte der Ortsverein Mitte einen neuen Vorstand, nachdem der bisherige Vorsitzende Stefan Hiller aus der SPD ausgetreten war. Inzwischen hat sich auch Sophia Ulferts-Dirksen (links) aus der Partei verabschiedet. Archivfoto: privat
Erst im Sommer wählte der Ortsverein Mitte einen neuen Vorstand, nachdem der bisherige Vorsitzende Stefan Hiller aus der SPD ausgetreten war. Inzwischen hat sich auch Sophia Ulferts-Dirksen (links) aus der Partei verabschiedet. Archivfoto: privat
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Der SPD-Ortsverein Südbrookmerland-Mitte hat im Sommer schmerzhafte Austritte hinnehmen müssen. Das soll aber nicht weiter die Debatte prägen. Die Genossen haben nun besondere Baugebiete im Blick.

Südbrookmerland - Weg von Personendebatten und hin zu inhaltlichen Themen. So lässt sich in etwa das zusammenfassen, was sich der SPD-Ortsverein Südbrookmerland Mitte auf die Fahnen geschrieben hat.

Zuletzt sei in der SPD zu häufig über Namen gesprochen worden, meint dazu der Ortsvereinsvorsitzende Uwe Lücken. Einige Debatten hätten dem Ortsverein und der gesamten Südbrookmerlander SPD nachhaltig geschadet.

Kritik an Ex-Genossen soll die Diskussion nicht mehr beherrschen

Ein Beispiel dafür ist laut Lücken der Parteiaustritt von Stefan Hiller. Wie berichtet, hatte der der SPD den Rücken gekehrt, nachdem diese nicht ihn, sondern den Südbrookmerlander Bauamtsleiter Konke Wienekamp zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gemacht hatte. Hiller, wie auch sein Ortsvereinskollege Berthold Lübben, hatten sich seinerzeit sehr kritisch zu den Vorgängen bei der Kandidatenkür geäußert. „Es tut weh, dass Stefan durch solch eine politische Entscheidung weggegangen ist“, so Lücken. Und neben Hiller habe der Ortsverein zahlreiche weitere Mitglieder verloren, ergänzt Lübben.

Ortsvereinsvorsitzender Dr. Uwe Lücken will sich wieder stärker auf Themen wie energieautarke Baugebiete und Mehrgenerationenwohnen konzentrieren. Archivfoto: privat
Ortsvereinsvorsitzender Dr. Uwe Lücken will sich wieder stärker auf Themen wie energieautarke Baugebiete und Mehrgenerationenwohnen konzentrieren. Archivfoto: privat

Beilegen will der Ortsverein auch die Diskussion um den Weggang von Sophia Ulferts-Dirksen, die die Partei in Richtung FWG verlassen hatte. Dass Lücken und Lübben diesen Schritt als einen Schlag ins Gesicht empfunden haben müssen, ist ihnen dabei noch immer anzumerken. Dennoch sei es „schade, dass sie weg ist.“ „Wir können natürlich noch weiter auf Sophia einkloppen, aber es geht nicht um Personen“, probiert Uwe Lücken nun die Kehrtwende.

Energieautarkie und Einrichtungen für mehrere Generationen auf der Agenda

Stattdessen soll es künftig um „konstruktive Sachpolitik“ gehen. Und dazu will der Ortsverein unter anderem einige Themen aus dem Wahlkampf aufgreifen. Beispielsweise die Idee eines energieautarken Baugebiets. Die dort benötigte Energie soll, so die Idee, direkt vor Ort erzeugt werden. Beispielsweise durch Photovoltaikanlagen und Erdwärme. Gebaut werden soll mit nachhaltigen Baustoffen und kostenschonenden Technologien. Eine weitere Idee ist laut Lücken die Gründung einer Energiegenossenschaft, in der alle Bürger der Gemeinde Mitglied werden können. Ziel ist neben der Schaffung von ressourcenschonender Energie, die Wertschöpfung in der Gemeinde zu erhalten.

Zweiter Vorsitzender Berthold Lübben will weg von Personaldebatten. Archivfoto: Holger Janssen
Zweiter Vorsitzender Berthold Lübben will weg von Personaldebatten. Archivfoto: Holger Janssen

Darüber hinaus wünscht sich der Ortsverein ein Mehrgenerationenhaus und Familienzentrum für Südbrookmerland. Und auch die Verschönerung des Marktplatzes in Victorbur soll vorangetrieben werden.

Ihre Ideen und Pläne wollen die Verantwortlichen des Ortsvereins künftig verstärkt an die SPD-Fraktion im Gemeinderat herantragen, die diese dann in den politischen Gremien zur Diskussion stellen soll.

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