Emden

VW: E-Autos sollen in unter 20 Stunden fertig sein

| | 09.11.2021 14:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Derzeit trainieren zahlreiche Emder Mitarbeiter die Montage der Elektroautos, wie hier in Halle 2. Foto: Aiko Recke
Derzeit trainieren zahlreiche Emder Mitarbeiter die Montage der Elektroautos, wie hier in Halle 2. Foto: Aiko Recke
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Der weltgrößte Autohersteller will die Produktivität bis 2025 um fünf Prozent steigern – auch angesichts neuer Konkurrenz wie Tesla. Ein VW-Vorstandsmitglied war deshalb am Dienstag in Emden.

Emden Im Zuge des Umbaus des Emder VW-Werks soll die Produktivität der Fabrik weiter gesteigert werden. Ziel sei, die Bauzeit pro Fahrzeug auf unter 20 Stunden zu senken, sagte VW-Produktionsvorstand Dr. Christian Vollmer am Dienstag bei einem Besuch in der Emder Autofabrik. „Diese Ziellinie gilt auch für das Werk Emden“, so Vollmer.

Wie Werksleiter Uwe Schwartz hinzufügte, gebe das neue Elektro-SUV ID 4, das ab Anfang des Jahres in Emden vom Band laufen soll, diese Vorgabe durchaus her. Der US-Konkurrenz Tesla, der derzeit eine Fabrik in Grünheide bei Berlin hochzieht, wird angeblich mit zehn Stunden und weniger geplant.

Insgesamt solle die Produktivität in den VW-Werken bis 2025 um fünf Prozent steigen, bekräftigte Vollmer. Emden sei dabei als zweite Elektroauto-Fabrik nach Zwickau ein „wichtiger Meilenstein“. Mit den neuen Anlagen und Hallen, in die VW in Emden rund eine Milliarde Euro investiert, seien die Ziele zu erreichen.

Betriebsrat „mächtig genervt“ von Tesla-Vergleichen

Der Emder VW-Betriebsratsvorsitzende Manfred Wulff sagte auf ON-Anfrage, er wolle die Bauzeit pro Fahrzeug nicht kommentieren. Der Betriebsrat sei aber „mächtig genervt“ von den ständigen Vergleichen mit Tesla. Die Amerikaner hätten eine viel geringere Fertigungstiefe, ließen viel mehr Teile zuliefern, bauten zudem eine Fabrik auf der grünen Wiese. „Da vergleicht man Äpfel mit Birnen. Tesla wird in den nächsten Jahren in der Realität ankommen. Wir müssen uns auf unsere eigenen Stärken besinnen“, so Wulff.

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