Aurich/Ostfriesland
Corona: Inzidenzen weiter gestiegen
Zwar ist die Lage im Kreis Aurich mit einem Wert von 40 noch nicht so kritisch, doch im Kreis Leer ist die Inzidenz mittlerweile auf 136 gestiegen. Dort gab es zudem den zweiten Todesfall in dieser Woche.
Aurich/Ostfriesland Die Corona-Inzidenzwerte sind am Donnerstag weiter gestiegen. Im Landkreis Aurich stieg der Wert auf 40,1 (Vortag: 33,1). Die Kreisverwaltung meldete 24 Neuinfektionen. Die Zahl der akuten Fälle stieg um zwölf auf 124. Die meisten kamen aus Aurich (48), es folgten Großefehn (13), Ihlow (10), Krummhörn und Norden (8), Großheide (7), Südbrookmerland, Brookmerland, Hinte (je 6), Hage und Wiesmoor (je 4) sowie Juist und Norderney (je 2).
Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie im März 2020 im Kreis Aurich nun 4555 bestätigte Corona-Fälle. Davon gelten 4369 Betroffene als genesen. 62 Menschen sind mit Corona verstorben. 170 Menschen waren am Mittwoch in häuslicher Quarantäne (Vortag: 154). Mindestens eine Impfung haben 132.895 Menschen im Landkreis Aurich bekommen, vollständig geimpft sind 125.923 Menschen.
Kreis Leer bleibt Corona-Hotspot
Der „Corona-Hotspot“ in Ostfriesland bleibt der Landkreis Leer. Dort stieg der Inzidenzwert am Donnerstag auf 136,5 (Vortag: 128,9) – der höchste Wert seit April und der vierthöchste in Niedersachsen.
Die Leeraner Kreisverwaltung meldete 66 Neuinfektionen. Die Zahl der akuten Fälle stieg auf 343. Ein 82-jähriger Mann ist an Folgen der Infektion gestorben, wie der Landkreis Leer mitteilte. Es ist der 66.Leeraner Todesfall im Zusammenhang mit der Pandemie, der zweite binnen zwei Tagen.
Kontaktnachverfolgung: Kreis Leer kommt nicht mehr nach
Die Leeraner Kreisverwaltung teilte bereits am Mittwoch mit, dass sie die Kontaktnachverfolgung wegen der hohen Fallzahlen derzeit nicht mehr zeitnah gewährleisten könne. „Das öffentliche Leben ist derzeit kaum beschränkt und es gibt daher vielfältige Kontakte im Privat- und Berufsleben“, sagte die Leiterin des Gesundheitsamtes, Heike de Vries. Die Strategie, bei der frühzeitig weitere infizierte Personen durch Abstrichentnahmen identifiziert, Quarantäneanordnungen ausgesprochen und Kontaktpersonen nachverfolgt werden, sei deshalb sehr aufwendig, zeitintensiv und bei den steigenden Fallzahlen nur mit Verzögerung umzusetzen.
Im Landkreis Wittmund stieg der Inzidenzwert auf 68,0 (Vortag: 62,7). Die Kreisverwaltung meldete 12 Neuinfektionen. Die Zahl der akuten Fälle stieg auf 50.
Die Stadt Emden meldete am Donnerstag insgesamt acht Neuinfektionen. Die Zahl der akuten Fälle stieg auf 49. Der Inzidenzwert blieb bei 54,1.