Aurich

In den Auricher Ortsräten stehen einige Wechsel bevor

| | 23.10.2021 12:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Norbert Eilers (AWG) war seit 2009 Ortsbürgermeister in Popens, ist nun aber nicht wieder angetreten. Archivfoto: Heino Hermanns
Norbert Eilers (AWG) war seit 2009 Ortsbürgermeister in Popens, ist nun aber nicht wieder angetreten. Archivfoto: Heino Hermanns
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Ab dem 1. November jagt in Aurich eine Ortsratssitzung die andere. Es müssen neue Ortsbürgermeister gewählt werden – und lange nicht überall sind die Verhältnisse so klar wie in Langefeld/Middels/Spekendorf.

Aurich - In der ersten Novemberwoche platzt der Auricher Ratskalender aus allen Nähten. Während sich der neue Stadtrat erst am 11. November konstituieren wird, finden für die neuen Ortsräte fast alle Sitzungen vorher statt. Den Anfang machen am 1. November die Gremien in Georgsfeld/Tannenhausen um 19 Uhr im dortigen Feuerwehrhaus sowie der Ortsrat Popens um 19.30 Uhr im Auricher Ratssaal. Am 2. November trifft sich um 18 Uhr der neue Ortsrat Schirum im Ratssaal in Aurich. Am 3. November ziehen um jeweils 18 Uhr die Ortsräte Sandhorst im Ratssaal und Walle im Jugendheim am dortigen Sportplatz nach.

Am 4. November konstituieren sich die Ortsräte Brockzetel/Wiesens im „Sandkrug“ und Extum/Haxtum/Kirchdorf/Rahe im Ratssaal, jeweils um 19 Uhr. Um 19.30 Uhr treffen sich die Mitglieder des Ortsrates Langefeld/Middels/Spekendorf in der Diskothek Aurum.

Nur in zwei Ortsteilen traten Amtsinhaber nicht wieder an

Am 9. November sind die Auftaktsitzungen für die Ortsräte Dietrichsfeld/Pfalzdorf/Plaggenburg im Plaggenburger Sportheim und Egels/Wallinghausen im Ratssaal, jeweils um 19 Uhr. Am 16. November konstituiert sich dann noch der Ortsrat Kernstadt um 19 Uhr im Ratssaal.

Bei den Sitzungen steht jeweils auch die Wahl des neuen Ortsbürgermeisters an. Fast überall sind die Amtsinhaber wieder in den Ortsrat gewählt worden. So klar wie in Langefeld/Middels/Spekendorf, wo Amtsinhaber Arnold Gossel (CDU) die meisten Stimmen in einem ausschließlich aus CDU-Leuten bestehenden Gremium hat, ist die Lage aber nicht überall. Nicht zur Wiederwahl stehen allerdings Hans-Gerd Meyerholz (GfA) in Sandhorst und Norbert Eilers (AWG) in Popens. Eilers hat dieses Amt seit 2009 bekleidet. Meyerholz löste mitten in der Wahlperiode im August 2019 seinen Amtsvorgänger Eckhard Hattensaur (SPD) ab, der sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzog.

Hans-Gerd Meyerholz hat nicht wieder für den Ortsrat Sandhorst kandidiert, entsprechend muss dort ein neuer Ortsbürgermeister gewählt werden. Archivfoto: Karin Böhmer
Hans-Gerd Meyerholz hat nicht wieder für den Ortsrat Sandhorst kandidiert, entsprechend muss dort ein neuer Ortsbürgermeister gewählt werden. Archivfoto: Karin Böhmer

Auch neue Stellvertreter werden gesucht

Diese beiden Ortsräte waren neben Brockzetel/Wiesens die einzigen, wo der Bürgermeister einer der kleineren Fraktionen angehörte. Die GfA wird in Sandhorst diesmal keinen Bürgermeister stellen. Sie ist dort nicht mehr vertreten. Auch die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Hilde Ubben gehört als AWG-Ratsfrau einer der kleinen Gruppierungen an. Doch auch Ubben hat für den Ortsrat nicht mehr kandidiert, sodass beide Ämter neu vergeben werden müssen. Die meisten Sitze, aber nicht die Mehrheit, hat in Sandhorst die SPD mit drei Mandaten. Die meisten Stimmen entfielen bei der Wahl auf das langjährige Mitglied Rolf-Werner Blesene (SPD).

In Popens wird neben dem Ortsbürgermeister-Amt ebenfalls auch der Stellvertreter-Posten neu vergeben. Der bisherige Stellvertreter Dieter Emler (SPD) hat nicht mehr kandidiert. Die meisten Wähler-Stimmen erhielten die beiden CDU-Vertreter Alfred Janssen und Steven von Halle, die zusammen aber keine Mehrheit haben. Dritter im Rennen um die Wählergunst war Tjarko Harms, der neue AWG-Mann im Gremium.

Spannend wird es nach Parteiwechsel in Schirum

Spannend dürfte es auch in Schirum werden. Der langjährige Ortsbürgermeister Hermann Ihnen ist zwar wieder in das Gremium eingezogen, allerdings diesmal nicht mehr für die SPD, sondern für die GfA. Mit der SPD hat er gebrochen. Die SPD hat mit drei Sitzen die Mehrheit und mit Georg Saathoff auch den neuen Schirumer Stimmen-König in ihren Reihen. Bislang war er Ihnens Stellvertreter. Ihnen holte diesmal die zweitmeisten Stimmen.

Spannend dürfte die Ortsbürgermeisterwahl auch in der Kernstadt werden, wo bei elf Mandaten sieben Gruppierungen vertreten sind. Die SPD hat weiterhin die meisten Sitze (3). Doch Jens Coordes (CDU), Sarah Buss (FDP) und der bisherige Stellvertreter Richard Rokicki (AWG) haben mehr Wähler-Stimmen bekommen als Amtsinhaber Timo Mehlmann (SPD).

Auch in Egels/Wallinghausen ist der Ausgang anhand der Mehrheitsverhältnisse noch nicht zu erkennen. CDU und SPD haben jeweils zwei Sitze, es wird auf die Unterstützung der drei weiteren Mitglieder ankommen.

In Dietrichsfeld/Pfalzdorf/Plaggenburg haben sich die Mehrheitsverhältnisse verschoben. Die SPD hat jetzt knapp die Mehrheit, Amtsinhaber Artur Mannott gehört zur CDU.

Vermeintlich klare Verhältnisse in vier Räten

Ob Gerhard Wulff (Linke) in Brockzetel/Wiesens sein Amt verteidigen kann, muss sich ebenfalls zeigen. Im fünfköpfigen Ortsrat sind fünf Gruppierungen vertreten. Wulff hat mit 351 Wähler-Stimmen zwar die Nase vor, allerdings liegen drei weitere Mitglieder nur wenig dahinter.

Vermeintlich klare Stimmen- und Sitzverhältnisse herrschen hingegen - neben Langefeld/Middels/Spekendorf in Extum/Haxtum/Kirchdorf/Rahe, in Georgsfeld/Tannenhausen und in Walle, wo die bisher amtierenden Bürgermeister wieder die Stimmenmagneten waren und in der jeweils stärksten Fraktion sitzen.

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