Wallinghausen
Brisantes Stadtderby zwischen SV Wallinghausen und SpVg Aurich
In der Fußball- Bezirksliga treffen der SV Wallinghausen und die SpVg Aurich aufeinander. Für beide Mannschaften geht es um mehr als nur drei Punkte.
Wallinghausen - Vor dem Auricher Stadtderby in der Fußballbezirksliga zwischen SV Wallinghausen und SpVg Aurich am Sonnabend um 17.30 Uhr muss Gästetrainer Wilfrid Böhling nicht lange nachdenken, um die Begegnung auf den Punkt zu bringen.
„Diese Spiele haben einen besonderen Reiz. Beide Mannschaften brennen darauf, egal, wo sie in der Tabelle stehen. Das ist bei Dortmund gegen Schalke oder Hertha gegen Union genauso. Da steht viel Ansehen auf dem Spiel“, meint der 50-Jährige.
Rollen klar verteilt
Beim Blick auf die Tabelle sind die Rollen klar verteilt. Die Auricher reisen als Schlusslicht in der Staffel A zum Vierten an. Der Zug in Richtung Aufstiegsrunde ist für die SpVg abgefahren. Das weiß auch Böhling. Er räumt ein: „Nun, es ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben uns mehr erhofft, aber ebenso war allen auch klar, dass der Umbruch in der Mannschaft Zeit benötigt.“ Aurich ist zu Saisonbeginn mit vielen jungen Spielern angetreten, um die Liga zu rocken und hat dabei reichlich Lehrgeld bezahlt. Acht von elf Spielen gingen verloren.
Gleichwohl war das nicht der Maßstab für Böhling. Er befand: „Wir haben vielleicht zwei, drei Spiele schlecht gespielt, aber ansonsten war ich mit dem Einsatz und dem spielerischen Auftritt zufrieden. Wir wollen immer unser Gesicht wahren. Das ist uns meistens gelungen.“
Auricher Sternstunden
Und es gab auch einige Sternstunden der Rot-Weißen. Dazu zählen die glanzvollen Siege mit 7:3 gegen TuS Middels und 5:2 beim TuS Weene. Aurich, eine Wundertüte. Nicht nur das, meint Böhling. Woche für Woche sei die ganze Liga eine Wundertüte und produziere immer wieder überraschende Ergebnisse.
So auch vielleicht am Sonnabend in Wallinghausen. Die Grün-Weißen absolvieren ihr letztes Heimspiel in der Qualifikationsrunde. Wallinghausen rangiert drei Spiele vor Saisonschluss mit 16 Zählern auf Rang vier. Der würde am Ende ausreichen, um im kommenden Frühjahr an den Spielen der Aufstiegsrunde zur Landesliga teilzunehmen. Ein Sieg gegen Aurich und das Ticket für die Aufstiegsrunde wäre fast perfekt.
Wallinghausen hat es selber in der Hand
Wallinghausens Trainer Sven Bünting warnt: „Wir sind noch lange nicht durch. Norden und Weene haben noch ein Spiel weniger als wir auf dem Konto. Da kann sich noch einiges verändern. Gleichwohl weiß er auch, dass es seine Mannschaft selber in der Hand hat, aus einer Position der Stärke aufläuft. Nach dem Duell gegen die Auricher folgen noch zwei Auswärtsspiele in Esens und Norden. Aufgaben, die es in sich haben, so Bünting.
Das Hinspiel endete auf dem Auricher Ellernfeld torlos. Zwar keine Tore, aber viele Chancen. Dabei ließ vor allen Dingen Wallinghausen gute Möglichkeiten aus und musste sich unterm Strich nur mit einem Zäher zufrieden geben.
SVW-Trainer hofft auf frühes Tor
Bünting spricht im Vorfeld des Derby von einer schwierigen Aufgabe. Er sagt: „Aurich ist eine unbequeme junge Mannschaft, die schwer einzuschätzen ist. Wir tun uns schwer, wenn der Gegner tief steht und auf Konter lauert. Da haben wir unsere Probleme.“
Am liebsten wünscht sich der Wallinghausener einen frühen Treffer, damit Aurich aufmachen muss. Dann könnte es gegen den Tabellenletzten etwas einfacher werden. Ob Aurich in dieses Wunschprogramm, einstimmen wird, ist fraglich. Auch weil es ein Derby ist und da will jeder am Ende als Sieger vom Platz gehen. Deshalb verspricht Böhling einen kampfbetonten Auftritt seiner Rasselbande in Wallinghausen. Geschenke wird es nicht geben. Auch von Wallinghausen nicht.
Fraglich ist nach den Regenfällen der vergangenen Tage, ob der Platz überhaupt bespielt werden kann. Die SVW-Verantwortlichen werden am Sonnabendmittag gegen 13 Uhr das Grün in Augenschein nehmen und entscheiden.