Aurich
Heidemarkt: Tausende Besucher und ein Wermutstropfen
Mächtig was los war am Sonntag in der Auricher Innenstadt. Heidemarkt und verkaufsoffener Sonntag lockten die Massen an. Bei Letzterem blieb aber ein Wermutstropfen.
Aurich - Endlich ist mal wieder etwas los. Kaum ein Satz war auf dem Auricher Heidemarkt am Sonntag so oft zu hören wie dieser. Viele Menschen schienen nach Veranstaltungen förmlich zu lechzen und zogen deshalb in die Auricher Innenstadt.
Bestes Wetter, gut gelaunte Beschicker und der verkaufsoffene Sonntag taten ihr Übriges. Für den kaufmännischen Verein blieb aber ein Wermutstropfen, gegen den die Verantwortlichen nun verstärkt ankämpfen wollen.
Deko und Herbstblüher
Bezogen auf den Namen des Festes drehte sich am Sonntag auf dem Auricher Marktplatz alles um die Heide. Angeboten wurden aber auch viele andere Herbstblüher, Kräuter und Dekoartikel. Für die Anbieter schien sich das zu lohnen. Verglichen mit dem Vormittag klafften am Nachmittag schon teils große Lücken in den Auslagen der Marktstände. Und auch dort, wo etwas zu essen angeboten wurde, gab es teils lange Schlangen. Einige mussten allerdings früh aufstehen. So war das Team vom Garten Eden aus Holtrop schon in den frühen Morgenstunden mit dem Aufbau beschäftigt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Richtig voll wurde es in der Innenstadt am Nachmittag. Da öffneten die Geschäfte in der Fußgängerzone zum letzten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres. Udo Hippen vom kaufmännischen Verein lobte seine Kollegen für die gute Beteiligung. Die hätte noch besser sein können, hätte sich auch das Auricher Einkaufszentrum Caro an der Aktion beteiligen dürfen. Doch wie berichtet, spielte dabei einmal mehr die Gewerkschaft Verdi nicht mit. Der verkaufsoffene Sonntag durfte sich nur auf die Geschäfte der Innenstadt beschränken – und da gehört der Caro aus Gewerkschaftssicht nicht zu.
Beliebte Einkaufsachse
Udo Hippen ist anderer Meinung. Das Einkaufszentrum sei seinerzeit gebaut worden, um die Auricher Innenstadt zu stärken. Als es die Kaufhalle am Pferdemarkt noch gab, habe diese zusammen mit der Fußgängerzone und dem Carolinenhof eine beliebte Einkaufsachse gebildet. Er könne nicht nachvollziehen, dass dies heute anders gesehen werde.
Neu ist der Streit nicht. Schon bei vorangegangenen verkaufsoffenen Sonntagen blieb der Caro außen vor. Und vermutlich wird das auch in Zukunft so sein. Es sei denn, die Kaufleute lassen es auf eine Klage ankommen und schaffen es, das Gericht von ihrer Sicht der Dinge zu überzeugen. Aus Hippens Sicht hätte man es schon im Vorfeld des Heidemarktes auf eine Klage ankommen lassen können. Doch das sei zu kurzfristig gewesen. Auch für die Beschicker des Heidemarktes. So habe es Befürchtungen gegeben, dass ein Rechtsstreit zu einer vollständigen Absage des Heidemarktes hätte führen können. Für die Zukunft schließt Hippen eine gerichtliche Auseinandersetzung mit Verdi aber nicht aus. Letztlich sei die Caro-Entscheidung essenziell, weil durch die Entwicklung des Pferdemarktes die alte Einkaufsachse wiederhergestellt werde.
Vernetzung geplant
Darüber hinaus wollen sich die Auricher Kaufleute, wie berichtet, mit den Kaufmannschaften anderer ostfriesischer Kommunen zusammentun. Die Verantwortlichen der örtlichen Vereine wurden für den 4. November zu einem Treffen nach Aurich eingeladen.
In Aurich sei man am Wochenende aber froh gewesen, überhaupt wieder eine Veranstaltung wie den Heidemarkt durchführen zu können, so Hippen. Das sei die beste Werbung für die Innenstadt und ein großes Glück. Letzteres hatten die Verantwortlichen auch mit dem Wetter. Üblicherweise findet der Heidemarkt stets am ersten Oktober-Wochenende statt. An dem regnete es aber ununterbrochen, sodass alle Beteiligten froh waren, dass die Veranstaltung schon im Vorfeld auf den gestrigen Sonntag verlegt worden war.
Extra-Angebote für Kinder
Gewerkschaft Verdi ist nicht einverstanden mit Caro-Beteiligung