Aurich/Emden/Wittmund
Mobile Impfteams: Aurich plant noch - Emden startet
Seit Donnerstag sind die Corona-Impfzentren in Niedersachsen endgültig dicht. Die Auricher Kreisverwaltung hat noch keine konkreten Einsatzpläne für die mobilen Teams. In Emden sieht das anders aus.
Aurich/Emden/Wittmund Nach der Schließung der Impfzentren in Niedersachsen gibt es bei der Auricher Kreisverwaltung noch keine konkreten Einsatzpläne für die mobilen Impfteams. „Es finden aber in der kommenden Woche intern Abstimmungsgespräche statt“, teilte Kreissprecher Rainer Müller-Gummels auf ON-Anfrage mit.
Landrat Olaf Meinen wies am Donnerstag im Auricher Kreistag daraufhin, dass bei öffentlichen Impfaktionen der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen stehen müsse. Wenn sich nur eine Handvoll Leute an einem Tag impfen ließen, lohne sich der Einsatz eines zehnköpfigen Teams kaum. Zugleich appellierte Meinen aber an die Bürger, sich impfen zu lassen. Das sei der einzige Weg aus der Pandemie.
Landrat mit Impfquote noch nicht zufrieden
Die Grünen im Kreistag hakten erneut nach, wann es mit niederschwelligen Impfangeboten weiter geht. Meinen betonte, der Kreis habe in den vergangenen Wochen zahlreiche Impfaktionen mit tausenden Teilnehmern erfolgreich angeboten.
Der Landrat hob noch einmal die Leistung der Impfzentren in Georgsheil und im EEZ Aurich hervor. Dort fanden zwischen Jahresbeginn und 30. September knapp 141.000 Corona-Impfungen statt. Meinen räumte zugleich ein: „Wir sind mit der Impfquote noch nicht zufrieden.“ Derzeit sind im Kreis Aurich 64 Prozent der Bürger vollständig geimpft, 67 Prozent einmal. Die Quoten liegen unter dem niedersächsischen Landesschnitt, wo 67 Prozent vollständig geimpft sind.
Emder Impfmobil steht Sonntag vor Nordseehalle
Während also bei der Auricher Kreisverwaltung noch beraten wird, wie und wo die künftigen mobilen Teams zum Einsatz kommen, bietet die Stadt Emden eine weitere Impfaktion an. Am Sonntag, 3. Oktober, können sich Bürger, auch aus dem Landkreis Aurich, von 11 bis 16 Uhr ohne Termin impfen lassen. Das Impfmobil der Stadt Emden steht dann vor der Nordseehalle. Angeboten werden Impfungen mit den Stoffen von Biontech und Johnson & Johnson. Planungen für weitere Impfaktionen laufen laut Emder Stadtverwaltung.
Unterdessen laufen auch im Landkreis Wittmund die Vorbereitungen für den Einsatz der mobilen Teams „auf Hochtouren“, wie Kreissprecher Ralf Klöker mitteilte. Derzeit warte das Gesundheitsamt auf die Hardware-Ausstattung, die das Land Niedersachsen für die Impfteams zur Verfügung stellen will. Übernommen werden vom Landkreis per Beauftragung Impfteam-Mitarbeiter des DRK-Kreisverbandes Wittmund, die größtenteils auch in Esens im Einsatz waren.
Wittmund plant Impf-Einsätze in Altenheimen
Das neu aufgestellte mobile Impfteam werde zuerst mit Drittimpfungen in Alten- und Pflegeheimen starten, hieß es. Mögliche weitere Einsatzbereiche würden derzeit im Detail abgestimmt. Auch die Versorgung mit ausreichend Impfstoff werde vorbereitet.
Im Esenser Impfzentrum hatten insgesamt 24 324 Menschen eine Erst- und 22 000 eine Zweiimpfung erhalten. Der Impfstoff sei komplett aufgebraucht worden. Der Landkreis Wittmund wies außerdem daraufhin, dass Corona-Impfungen weiterhin bei den niedergelassenen Ärzten angeboten werden.