Ihlow
Lage im Dorf weiter angespannt
Die Kanalsanierung an der Friesenstraße in Ochtelbur geht voran. 270 von 900 Metern sind geschafft. Die Lage im Ort ist laut Ortsbürgermeister Matthias Trauernicht dennoch angespannt.
Dennoch sei die Lage im Dorf immer noch angespannt, so Trauernicht. Für viele Ochtelburer und Riepster bedeute die Baustelle eine massive Einschränkung. Die offizielle Umleitung sei lang. Deshalb sei klar, dass die ortskundigen Einheimischen sich Ausweichstrecken im Ort suchen. Das sei belastend für die Anwohner, aber im Grunde werde man sich da einig. Auf gar keinen Fall dürfe es aber dazu führen, dass auf den Ausweichstrecken schnell gefahren werde. Dies komme immer wieder vor. An den Straßen wohnten aber Kinder. Andere Strecken seien schmal und zur Erntezeit von großen Maschinen befahren.
Ortsbürgermeister: Bitte um Toleranz
„Man kann sich vorstellen, dass es da eine hohe Unfallgefahr gibt“, so Trauernicht. Deshalb appelliere er immer wieder an Autofahrer, Rücksicht zu nehmen und nur Schritttempo zu fahren. Aber offenbar seien immer noch etliche der Meinung, dass die Verzögerung durch den Umweg wieder reingeholt werden müsse.
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Arbeiten mit dem Spaten in der Hand
Anlass für die Sanierung waren eine Reihe von Rohreinbrüchen, die zu Versackungen führten und auch die Entsorgungssicherheit beim Schmutzwasser gefährdeten. Die Leitung kann nicht am gleichen Ort neu verlegt werden, sondern wird in mindestens zwei Metern Tiefe nun statt unter dem Gehweg unter der Fahrbahn verlegt. Die Erneuerung im Bestand ist kompliziert: „Besondere Vorsicht ist bei den Arbeiten geboten, weil dort zum Teil auch Versorgungsleitungen von Wasser, Strom, Gas und Telefon verlegt sind“, so Poppen. Es werde in Handschachtung gearbeitet. Die Bauarbeiter nehmen also selbst den Spaten in die Hand, um das marode Abwasserrohr freizulegen.
Die alte Leitung bleibt in Betrieb, bis die neue fertig ist. Bis dahin seien Schäden, wie sie beispielsweise zu Weihnachten 2020 auftraten, nicht auszuschließen, so Poppen. Bei Störungen sei der OOWV rund um die Uhr unter Tel. (0 44 01) 60 06 erreichbar.
Die Ortsdurchfahrt ist für die Arbeiten weiterhin voll gesperrt. Einige Nebenstraßen sind mit Schranken versehen worden, damit der Ausweichverkehr sich keine Schleichwege durch die angrenzenden Wohngebiete bahnen kann. Zudem wird sichergestellt, dass der Busverkehr für die Schülerbeförderung funktioniert. Laut OOWV sollen im Dezember als Abschluss die Asphaltarbeiten fertig werden.