Ihlow

Ratsherr und Kreistagsmitglied Wilhelm Strömer verstorben

| | 12.09.2021 18:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wilhelm Strömer war 20 Jahre lang auf Orts-, Gemeinde - und Kreisebene politisch aktiv. Archivfoto: Wilfried Frerichs
Wilhelm Strömer war 20 Jahre lang auf Orts-, Gemeinde - und Kreisebene politisch aktiv. Archivfoto: Wilfried Frerichs
Artikel teilen:

Der 65-jährige Wilhelm Strömer hatte Anfang des Jahres noch überlegt, für das Amt des Ihlower Bürgermeisters zu kandidieren. Nun starb er kurz vor der Wahl, bei der er für drei Gremien kandidierte.

Ihlow - Der langjährige Ihlower Kommunalpolitiker Wilhelm Strömer ist gestorben. Das bestätigte auf ON-Nachfrage sein Bruder. Strömer begann seine berufliche Laufbahn beim Landkreis Aurich. Er war Diplom-Verwaltungswirt, wechselte später als Beamter zur Gemeinde Ihlow.

In den vergangenen Jahren arbeitete er beim Jobcenter, einer kommunalen Anstalt öffentlichen Rechts beim Landkreis. Da er nicht direkt beim Landkreis beschäftigt war, konnte er sich auch auf Kreisebene politisch betätigen.

Zeitweise stellvertretender Landrat

Seit 2001 engagierte der Barsteder sich mit Leidenschaft in der Politik. In Ihlow bei der Unabhängigen Wählergemeinschaft UWG, auf Landkreisebene bei den Freien Wählern. Dort war er seit 2001 auch Fraktionsvorsitzender, zuletzt der Gruppe FW/FDP/Feldmann. In Ihlow war er Mitglied im Finanzausschuss. Im Kreistag war der 65-Jährige bis 2016 stellvertretender Vorsitzender des Kreisausschusses und zuletzt Mitglied im Krankenhaus- und Heimausschuss, in der Gesellschafterversammlung der KVHS Aurich, im Kreisentwicklungsausschuss, im Sozialausschuss, im Kreisausschuss und mehreren Betriebsausschüssen. Der Barsteder war zudem zeitweise Mitglied im Aufsichtsrat der Ubbo-Emmius-Klinik und von 2011 bis 2016 auch stellvertretender Landrat.

Im Januar dieses Jahres überraschte der Barsteder mit der Aussage, vielleicht für das Amt des Ihlower Bürgermeisters kandidieren zu wollen. Dann wäre er gegen seinen Parteigenossen Arno Ulrichs ins Rennen gezogen. Strömer machte diese Idee dann jedoch nicht wahr.

Ein Politiker mit Ecken und Kanten, der ankam

Der 65-Jährige galt als politischer Charakterkopf und stieß dabei auch auf Widerstände. Bei den Wählern kam er dennoch oder gerade deshalb gut an. Bei der Kommunalwahl 2016 holte Strömer als Kandidat für den Gemeinderat 585 Stimmen, in den Kreistag zog er mit 1073 Stimmen ein. In seinem Heimatdorf Barstede war er Ortsbürgermeister.

Bei den Wahlen an diesem Wochenende steht Strömer auf der Liste der freien Wähler für den Kreistag auf dem ersten Listenplatz im Wahlbereich V, zudem für den Gemeinderat Ihlow auf dem ersten Listenplatz der UWG und für den Ortsrat Barstede, ebenfalls auf dem ersten Listenplatz der UWG. Vor der Wahl ließ sich der Stimmzettel nicht mehr ändern.

Die Stimmen, die auf Strömer entfallen, werden nach Auskunft von Ihlows Bürgermeister und Wahlleiter Johann Börgmann der Liste seiner Wählergemeinschaft zugeschlagen und der Bewerber mit den nächstmeisten Stimmen bekommt das Mandat.

Ähnliche Artikel