Fußball
Ostfriesische Fußball-Oldies mit Tempolimit auf dem Rasen
Im Duell der Ü70-Teams von Muwies Großefehn und Papenburg geht es gemächlich zu – aber das Spiel ist unterhaltsam und abwechselungsreich
Zweite Hälfte hat es in sich
Ein Wunsch, der auch lange Zeit im Bereich des Möglichen lag, wäre da nicht die zweite Hälfte gewesen, als die Gastgeber eine 2:0-Führung aus der Hand gaben. In Weser-Ems sind die Ü70-Teams dünn gesät. Man kann sie an den Fingern einer Hand abzählen. Da sind Spiele stets willkommen als Abwechselung zum Training, erzählte Krieger. Er hofft, dass er für das nächste Jahr eine kleine Liga mit vier oder fünf Mannschaften zusammentrommeln kann, die dann Punktspiele bestreiten. Das ist aber noch Zukunftsmusik.
In diesem Jahr haben die routinierten Spieler der Muwies Ü70 Großefehn schon zwei Testspiele bestritten und klare Erfolge gegen Krummhörn und Bad Zwischenahn eingefahren.
Heimelf mit dem besseren Start
Als Schiedsrichter Detlev Schoone die zweite Halbzeit anpfiff, machte den Spielern Dauerregen und Wind zu schaffen. Die Papenburger hatten sich in der Kabine zusammengerauft und starteten eine furiose Aufholjagd. Sie drückten und drängten nach vorne, die Gastgeber igelten sich ein. Der Einbahnstraßenfußball hatte Folgen. Die Papenburger erzielten schnell den überfälligen Anschlusstreffer und kurz danach auch den verdienten Ausgleich. Die Hoffnung von Teammanager Krieger auf ein Remis wurden kurz vor dem Abpfiff mit dem Siegtreffer der Gäste zerstört. Dazu merkte später Krieger an: „Wir bekamen die Bälle nicht mehr über die Mittellinie. Der Gegenwind war sehr stark und uns fehlte der Wumms. Im Dauerregen haben wir dann den Faden verloren.“ Der gemütliche Teil des sportlichen Wettstreites endete im Fehntjer Vereinsheim. Dort saßen beide Mannschaften noch lange zusammen und plauderten, wohl auch über eine Revanche.