Aurich
Starkregen setzt Straßen in Aurich unter Wasser
Ein Unwetter hat am Donnerstagnachmittag mehrere Straßen in Aurich unter Wasser gesetzt. Die Feuerwehr wurde in der Stadt zu rund 15 Kellern gerufen, in die Wasser lief.
Aurich - Der Starkregen dauerte nur 30 bis 40 Minuten – aber das reichte aus, um ganze Straßenzüge in Aurich unter Wasser zu setzen. So standen beispielsweise im Bereich Andreae- und Jann-Berghaus-Straße die Autos bis zum Kühler in Wasser. Zahlreiche Alarmierungen gab es allein für die Feuerwehr in Aurich. Das berichtete Bernd Saathoff, Ortsbrandmeister der Feuerwehr der Stadt Aurich, am Donnerstagabend auf Nachfrage der ON. Da es nur so kurz geregnet habe, sei es am Ende noch glimpflich ausgegangen.
Laut Saathoff war die Feuerwehr unter anderem im Bereich der Graf-Enno-Straße im Einsatz. Dort habe es einen kleinen Schwerpunkt mit einigen vollgelaufenen Kellern gegeben. Ansonsten hätten sich die Einsätze durchs Stadtgebiet verteilt: Parkplatz und Tankstelle am E-Center Coordes in der Raiffeisenstraße, dazu beispielsweise die Kreuzstraße, Dwarsglupe oder die Burgstraße in der Innenstadt. Hier drohte der Keller eines Modegeschäfts voll Wasser zu laufen.
Wasser sammelte sich im Tanksäulenbereich
Glimpflich ging es letztlich auch beim E-Center-Coordes aus. Nach den Starkregenereignissen in den vergangenen Jahren wurde hier die Oberflächenentwässerung erneuert. Das hat man gemerkt, berichtete Saathoff. Schwieriger sei es nur auf dem Tankstellengelände geworden. Hier sei der Boden im Bereich der Tanksäulen abgesenkt – als Sicherungsmaßnahme, falls Kraftstoffe auslaufen. In dieser Senke habe sich das Wasser gesammelt. Und immer, wenn Autos hindurch gefahren seien, sei das Wasser in das Kassenhäuschen geschwappt. Deshalb sperrte die Feuerwehr diesen Bereich ab.
Einen weiteren Einsatz gab es fast in direkter Nachbarschaft der Feuerwehr. Im Seniorenheim „Am Rosentor“ war Wasser in einen Fahrschulschacht gelaufen, berichtete Saathoff. Die Folge: Der Fahrstuhl stellte aus Sicherheitsgründen den Betrieb ein. Für ein Seniorenheim ist das eine problematische Situation, insbesondere bei möglichen medizinischen Notfällen. Die Feuerwehr pumpte daher das Wasser aus dem Schacht, machte den Fahrstuhl so wieder gangbar.
Die erste Alarmierung für die Auricher Feuerwehr erfolgte gegen 17.20 Uhr. Laut Saathoff gab es rund 15 Alarmierungen wegen vollgelaufener Keller. Vor Ort stellt sich dann oftmals heraus, dass das Wasser nur zwei bis drei Zentimeter hoch im Keller stand. Für die Geräte der Feuerwehr ist das zu wenig. Aber bei gut acht Kellern mussten die freiwilligen Helfer tatsächlich die Pumpen anwerfen und das Wasser nach draußen befördern.