Aurich

Viele alte Gesichter kandidieren wieder für den Kreistag

| | 05.08.2021 10:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wenige Frauen, keiner unter 60: So ähnlich wie in der jüngsten Sitzung des Kreistags Mitte Juli könnte es auch im neuen Kommunalparlament wieder aussehen. Archivfoto: Romuald Banik
Wenige Frauen, keiner unter 60: So ähnlich wie in der jüngsten Sitzung des Kreistags Mitte Juli könnte es auch im neuen Kommunalparlament wieder aussehen. Archivfoto: Romuald Banik
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Die meisten der bisherigen Abgeordneten des Auricher Kommunalparlaments treten wieder an. Die Mehrheit von ihnen ist älter als 60 Jahre alt. Immerhin gibt es einige jüngere Bewerber.

Aurich - Im neuen Auricher Kreistag, der am 12. September gewählt wird, könnten wieder viele „alte“ Gesichter sitzen – im wahrsten Sinne des Wortes. Von den 58 Abgeordneten treten 44 bei der Kommunalwahl am 12. September erneut an. Die meisten von ihnen haben gute Chancen, wieder in das Kommunalparlament einzuziehen, denn sie stehen auf den vorderen Listenplätzen ihrer Parteien und Gruppierungen. Die Mehrheit von ihnen ist älter als 60 Jahre.

Zu den ältesten gehören Hans-Gerd Meyerholz (GFA, Aurich, Jahrgang 1940) und Kreistags-Urgestein Hilko Gerdes (CDU, Südbrookmerland, Jahrgang 1943), der es ebenfalls noch einmal wissen will. Meyerholz und Gerdes zählen trotz oder gerade wegen ihres Alters zu den aktivsten Kreispolitikern. Sie bringen viel Erfahrung mit, kennen die Verwaltung – und alle politischen Tricks.

Nur 15 Abgeordnete scheiden aus

Nur knapp ein Viertel der Abgeordneten, nämlich 14, treten nicht erneut an. Die meisten, acht, kommen von der SPD: Hermann Akkermann (Krummhörn), Hinrich Busker (Hinte), Julia Feldmann (Norden), Barbara Kleen (Norden), Alfred Meyer (Wiesmoor), Sascha Pickel (Marienhafe), Hinrich Röben (Aurich) und Johannes Terfehr (Norderney). Von der CDU treten nur Gerhard Rinderhagen (Juist) und Theo Frerichs (Aurich) nicht wieder an.

Von den Grünen tritt Finanzbeauftragte Beate Jeromin-Oldewurtel (Norden) nicht wieder an, auch der Sprecher der bisherigen Gruppe AKSBG, Franz Constant (Südbrookmerland), kandidiert nicht mehr. Helmut Roß (AKBSG, Krummhörn) wird dem neuen Kreistag ebenfalls nicht mehr angehören, genau wie Rainer Feldmann (parteilos), der in Norden als Bürgermeister kandidiert.

Nur wenige der Höherplatzierten sind jünger als 50

Nur wenige der über hohe Listenplätze abgesicherten Kreistagskandidaten sind jünger als 50 Jahre alt. Dazu gehören etwa der Landtagsabgeordnete Wiard Siebels (SPD, Aurich, Jahrgang 1978), der Norder Awo-Geschäftsführer Florian Eiben (SPD, 1982), die Polizeibeamten Sven Behrens (CDU, Berumbur, 1976) und Saskia Buschmann (CDU, Aurich, 1979), die Ingenieure Menko Bakker (FDP, Aurich 1989) und Holger Looden (AfD, Krummhörn, 1985), Marcus Stahl (Linke, Großefehn, 1979) oder Johann Wienbeuker (SWK, Krummhörn, 1977). Looden, der bisher in öffentlichen Sitzungen mit Wortbeiträgen eher zurückhaltend war, ist derzeit mit immerhin schon Mitte 30 der jüngste Kreistagsabgeordnete.

Zu den jüngeren Kandidaten gehören auch der Landtagsabgeordnete Jochen Beekhuis (parteilos, Großefehn, 1977), der wegen der Chataffäre aus der SPD ausgeschlossen wurde sowie die beiden Kandidatinnen der Satirepartei „Die Partei“ Carolin Kürschner (Aurich, 1983) und Dana Friedrichs (Norden, 1995).

Jüngste Kandidaten sind gerade volljährig

Jüngster Kandidat ist Torben Grünebast (FDP, Norden), der 2002 geboren wurde – aus dem gleichen Jahrgang kommt Anica Helmerichs (Rechtsupweg), die für „Moin – Zukunft Brookmerland“ antritt. Beide werden es aber wegen ihrer hinteren Platzierungen zumindest über die Liste kaum in den Kreistag schaffen.

Alle Kandidaten aber haben jenseits der festgelegten Listen die Chance, es durch ein sehr gutes persönliches Stimmenergebnis direkt in den Auricher Kreistag zu schaffen.

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