Aurich
Popenser Straße: Radfahrer bekommen einen Schutzstreifen
Die Popenser Straße soll bald zu einer schönen Strecke für Radler werden: Mit Asphaltschicht, eigenem Seitenraum – und ohne parkende Fahrzeuge auf der Straße. Nur an einer Stelle haben andere Vorrang.
Aurich - Statt über holprige Betonsteine zu rumpeln, können Auto- und Radfahrer nach dem Umbau der Popenser Straße bald über eine Asphaltdecke gleiten. Die Straße wird zwischen der Einmündung der Dwarsglupe und dem Kreisverkehr in voraussichtlich drei Abschnitten runderneuert und die Verkehrsführung an etlichen Stellen geändert.
Fußgängerwege sind 1,50 und 2 Meter breit
Für Fußgänger gibt es einen zwei Meter breiten Gehweg auf der Nordseite der Popenser Straße und einen 1,50 Meter breiten Gehweg auf der Südseite. Für breitere Gehwege reiche die gesamte Straßenbreite nicht aus, so Ewerth. Die Stadt wolle die Fahrbahn für den motorisierten Verkehr nicht unter eine Breite von fünf Metern drücken. Denn wenn die Fahrer die Straße als zu schmal empfänden, tendierten sie eher dazu, den Schutzstreifen der Radfahrer mit zu befahren. „Und ein Schutzstreifen ist nutzlos, wenn er keine Akzeptanz findet“, sagte Ewerth.
Da Schutzstreifen in Aurich bisher nicht üblich sind, überlegt die Stadt, ob sie die Autofahrer mit Bannern auf die damit verbundenen Regeln hinweist. Die Schutzstreifen dienen laut Ewerth dazu, dass die Radfahrer ihren eigenen 1,50 Meter breiten Bereich haben und gut in der Straße vorankommen. Bis zum vergangenen Jahr war noch geplant, den Teil der Popenser Straße zwischen Leerer Landstraße und Kreisel als Fahrradstraße auszuweisen.
Parken auf der Fahrbahn ist passé
Doch das lässt sich nicht umsetzen. Gleichwohl ist es für Verkehrsplaner Ewerth wichtig, dass die Radler gut und schnell auf der Strecke vorwärtskommen. Deshalb werde gerade mit der städtischen Straßenverkehrsbehörde geklärt, ob die bisher geltende Rechts-vor-links-Regelung aufgehoben wird. Dann könnten die Radler entlang der Popenser Straße flüssig fahren. Der Radweg wird in den Einmündungsbereichen der Seitenstraßen rot markiert. Der Umbau sei für die Radfahrer eine „deutliche Verbesserung“, so Ewerth.
Denn schon jetzt müssten sie - abgesehen von Kindern - auf der Fahrbahn fahren und dabei noch parkende Autos umrunden. Das falle mit den Schutzstreifen weg. Parken außerhalb der öffentlichen Parkplätze im Bereich Einmündung Dwarsglupe und Kneippstraße sei künftig in der Popenser Straße verboten, so der Tiefbauamtsleiter.
Aufpflasterung und Verengung beim Wanderweg soll Raserei verhindern
Dass die Asphaltschicht und die angestrebte Vorfahrt auf der Popenser Straße die Autofahrer zum Rasen verleiten, soll durch Tempo 30 und die neue Vorfahrtsregelung an der Querung des Ostfriesland-Wanderweges verhindert werden, sagt Ewerth. Alle Verkehrsteilnehmer auf der Popenser Straße müssten dort den Nutzern des Wanderwegs Vorfahrt gewähren.
Damit dies deutlich erkennbar ist, wird die Fahrbahn für den motorisierten Verkehr auf 3,50 Meter Breite reduziert. Zudem wird es eine Bremsschwelle geben. Die Radfahrer bekommen eine etwas flachere Rampe. Ihr Schutzstreifen bleibt an der Einengung bestehen, wird aber durch bepflanzte Grünstreifen von der Autofahrbahn getrennt. Eine neue Laterne soll den Bereich optimal ausleuchten. Und der Wanderweg werde vor dem Kreuzungsbereich ebenfalls leicht verschwenkt, damit die Verkehrsteilnehmer dort auch auf eine Kreuzungssituation vorbereitet und entsprechend vorsichtig seien, so Ewerth. Generell werde im Übrigen die ganze Popenser Straße bis zum Kreisel neu ausgeleuchtet.
Die Anlieger seien vor ein bis zwei Monaten schriftlich und ausführlich über das informiert worden, was sich bald in ihrer Straße verändern wird.