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Aurich: Frühere Impfung soll Wahlhelfer locken

| | 16.05.2021 15:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Stadt Aurich sucht Freiwillige für die Kommunal- und Bundestagswahl. Dabei könnten die Regeln bei der Corona-Impfung hilfreich sein.

Aurich Bei der Anwerbung von Helfern für die Kommunal- und Bundestagswahl im kommenden September wollen die Verantwortlichen bei der Stadt Aurich ausdrücklich auf das Angebot für eine Corona-Schutzimpfung hinweisen. Das teilte Stadtwahlleiter Helmut Lücht auf Anfrage mit. Er sieht darin einen möglichen zusätzlichen Anreiz, der es erleichtere, Freiwillige zu finden.

Hintergrund: Wahlhelfer wurden beim Impfen in die Priorisierungsgruppe 3 aufgenommen. Neben dem sogenannten Erfrischungsgeld, einer Art Aufwandsentschädigung, die Wahlhelfenden gezahlt wird, könnte die Aussicht auf eine frühere Impfung eine Motivation darstellen. Für jemanden, der sonst nicht priorisiert behandelt werde, sei das unter Umständen ein Grund, bei der Wahl mitzuhelfen, meint auch Lücht.

Helfer für 47 Bezirke gesucht

Trotz früherer Corona-Impfung als Lockmittel setzt die Auricher Wahlleitung aber zunächst auf Bewährtes. Wie Lücht berichtet, seien alle bisherigen Wahlvorsteher angeschrieben und gebeten worden, Listen mit möglichen Wahlhelfern zusammenzustellen. Für jeden der 47 Auricher Wahlbezirke werden acht Personen benötigt. „Wer schon mal Wahlhelfer war, wird von uns direkt angefragt“, so Lücht, der mit den Rückmeldungen für Mitte bis Ende Juni rechnet. Sind ihre Namen bekannt, erhalten die möglichen Wahlhelfer eine Berufung und eine Einladung zum Impftermin. Ziel ist es laut Lücht, möglichst viele der eingesetzten Helfer zu impfen und ihnen wenigstens den ersten Schutz zu geben.

Lücht rechnet bei der Besetzung der Teams in den Wahllokalen mit keinen großen Schwierigkeiten. „Bisher hat das immer gut geklappt. Das sind eingespielte Teams“, sagte er. Im Idealfall sagen wieder alle bewährten Kräfte zu, so Lücht.

Mehr Briefwähler erwartet

Gleichwohl werden immer auch neue Helferinnen und Helfer gesucht. Wer Interesse habe, könne sich jederzeit bei der Stadtverwaltung melden. „Wir nehmen Freiwillige in unsere Listen auf“, sagte der Wahlleiter. Er und seine Kollegen seien bemüht, die Helfer wohnortnah einzusetzen.

Erhöht wird laut Lücht in diesem Jahr die Zahl der Briefwahlvorstände. Hintergrund: Wegen der Corona-Pandemie wird erwartet, dass die Zahl derer, die ihre Stimme per Brief abgegeben, zunimmt, weil sie den Weg ins Wahllokal meiden wollen. „Wir rechnen mit deutlich mehr“, sagte Lücht.

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