Ossiloop
24 Verletzte bei Unfall vor Ossiloop-Start
Beim Zusammenstoß zweier Busse, die Teilnehmer aus Emden zum Ossiloop in Plaggenburg bringen sollten, sind 24 Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwer. Der Start des Ossiloops verzögerte sich. Den Sieg holte sich erneut Georg Diettrich.
Aurich. Vor dem Start des Ossiloops in Plaggenburg sind am Dienstagabend zwei Busse mit Läufern zusammengestoßen. 24 Personen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Das sagte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage der ON. Sechs Verletzte mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Organisatoren des Ossiloops mit seinen 3000 Teilnehmern zeigten sich nach dem Unfall bestürzt. Am Ende wurde die Etappe aber nicht abgesagt, sondern startete mit 20-minütiger Verspätung. Die Bundesstraße 210 musste wegen des Unfalls etwa eine Stunde voll gesperrt werden.
„Es gibt Wichtigeres als den Sport“
Auch Ossiloop-Chef Edzard Wirtjes saß der Schreck sichtlich in den Knochen, als die ON kurz nach dem Unfall mit ihm sprachen. Die Verantwortlichen des Laufs hätten sich „entsprechende Gedanken“ gemacht sagte er und spielte damit offensichtlich auf Überlegungen an, den Start zu streichen. Wörtlich sagte er: „Es gibt Wichtigeres als den Sport.“ Seiner Informationen nach gebe es aber keine Opfer mit sehr schweren Verletzungen. Aus diesem Grund habe man sich entschieden, die Etappe mit Verspätung zu starten.
Das hatte mehrere Gründe. Zum einen wollte man abwarten, wie schwer der Unfall am Ende tatsächlich ist, wie schwer die Verletzungen der Opfer sind. Dann trafen viele Ossiloop-Teilnehmer aufgrund der gesperrten Bundesstraße mit Verzögerungen ein. Man wollte allen die Chance geben, auch an den Start gehen zu können – für die Verkehrsbehinderungen konnten sie nichts.
Und schließlich mussten die Ossiloop-Macher auf die Mitglieder der Plaggenburger Feuerwehr warten. Die waren nämlich zu dem Unfall geeilt. Sie halfen den Verletzten und sperrten die Straße. Erst danach konnten sie ihre vorgesehenen Posten an der Ossiloop-Strecke einnehmen.
Der erste Läufer, den sie dann zu sehen bekamen, war einmal mehr der Führende Georg Diettrich. Er baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus und dürfte nun kaum noch einzuholen sein.