Blutiger Angriff Drei Tote nach Schüssen an Schule auf den Philippinen

dpa
|
Von dpa
| 18.09.2026 11:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. (Symbolbild) Foto: Carola Frentzen/dpa
Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. (Symbolbild) Foto: Carola Frentzen/dpa
Artikel teilen:

An einer Schule auf den Philippinen fallen plötzlich Schüsse. Es gibt mindestens drei Tote und mehrere Verletzte. Die Lage ist aber lange unübersichtlich.

Bei einem Schusswaffenangriff an einer Schule in der philippinischen Provinz South Cotabato sind mindestens drei Schüler getötet worden. Mehrere weitere Schüler seien zum Teil schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit - eine genaue Zahl lag zunächst nicht vor. Das Sozialministerium (DSWD) hatte zunächst von sechs Toten und 17 Verletzten berichtet, diese Zahlen aber später korrigiert.

Unter den Toten sei auch der jugendliche Angreifer, der sich selbst das Leben genommen habe, zitierte die Zeitung „Inquirer“ den Gouverneur Reynaldo Tamayo Jr., der von mindestens sechs Verletzten sprach. Diese seien in verschiedene Krankenhäuser gebracht worden. Andere Quellen berichteten von acht Verletzten.

Pistole des Vaters als Tatwaffe

Nach Angaben von Tamayo Jr. identifizierte die Polizei den mutmaßlichen Schützen als Schüler der neunten Klasse. Der Jugendliche habe auf seine Mitschüler geschossen und sich anschließend selbst mit einem Schuss in den Kopf getötet. Als Tatwaffe soll er eine Pistole seines Vaters benutzt haben. Der Vater ist demnach Mitglied eines örtlichen Schützenvereins. Zum Motiv war noch nichts bekannt.

Die Polizei sicherte den Tatort und leitete Ermittlungen ein. Der Vorfall ereignete sich an der Banga National High School in der Gemeinde Banga auf der Insel Mindanao. 

Hintergründe werden untersucht

Die Behörden haben den Unterricht in der gesamten Gemeinde zunächst ausgesetzt. Das Bildungsministerium DepEd erklärte, man koordiniere mit den örtlichen Behörden und der Polizei, um die Hintergründe des Vorfalls zu klären.

Das DSWD teilte mit, Sozialarbeiter seien vor Ort und leisteten den betroffenen Kindern und Familien psychologische Erste Hilfe sowie psychosoziale Unterstützung. Auch das Bildungsministerium kündigte entsprechende Hilfen für Schüler, Lehrer und Schulpersonal an.

Schwerer Angriff auch im Juni

Erst im Juni waren bei einem Schusswaffenangriff an einer Schule in dem Inselstaat drei Schüler getötet und etwa 20 weitere verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich in Tacloban City im Osten des Landes. Zwei Verdächtige, 14 und 15 Jahre alt, waren damals festgenommen worden. Damals hieß es, es gebe Hinweise, dass die beiden Jugendlichen möglicherweise gemobbt worden seien.

Ähnliche Artikel