Nächster Schreckmoment Immer wieder Rückschläge: Musialas schwieriges Jahr
Die Horror-Verletzung von der Club-WM, Rückschläge und WM-Frust: Schon vor den Schreckmomenten bei den Testspielen des FC Bayern erlebte Jamal Musiala ein Jahr voller Herausforderungen.
Wieder ist der deutsche Fußball-Star Jamal Musiala auf dem Fußballplatz zusammengesackt. Nach dem 4:2 des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München im Testspiel beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim gab der 23-Jährige über die sozialen Medien ein Update zu seiner Gesundheit.
„Das Wichtigste zuerst - mir geht es gut!“, teilte Musiala mit. „Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind. Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim.“
Er sei „in bester medizinischer Behandlung“, es bestehe „kein darüberhinausgehendes gesundheitliches Risiko“, schrieb Musiala. Unter dem Beitrag reagierten noch in der Nacht zahlreiche Kollegen. „Keine Sorge, Jamal, wir sind an deiner Seite“, kommentierte Thomas Müller. Manuel Neuer und Dayot Upamecano reagierten wie viele andere mit Herz-Emojis.
Der Bayern-Profi hat im vergangenen Jahr etliche Rückschläge hinnehmen müssen. Ein Überblick:
Club-WM wird von schwerer Verletzung überschattet
Am 5. Juli 2025 endet die Club-WM in Atlanta für Musiala mit einer Horror-Verletzung. Beim 0:2 der Bayern im Viertelfinale gegen Paris verletzt sich der Mittelfeldspieler schwer bei einem heftigen Zusammenprall mit dem aus seinem Tor stürzenden Keeper Gianluigi Donnarumma. Musiala schreit auf dem Rasen liegend vor Schmerzen.
Der Bayern-Profi wird tags darauf in einem Krankflieger nach Deutschland gebracht. Das gebrochene Wadenbein und das schwer beschädigte Sprunggelenk werden operiert. Eine monatelange Reha folgt, ebenso kleinere Rückschläge. Bereits vor der Club-WM erlitt Musiala einen Muskelbündelriss.
Comeback ohne Topform und Probleme am Sprunggelenk
Nach seinem Comeback erreicht der Ausnahmespieler nicht die Form, die man von ihm kennt. Im März folgt zudem der nächste Rückschlag: Musiala verspürt eine Schmerzreaktion am bei der Club-WM schwer verletzten Sprunggelenk und setzt vorübergehend aus.
Es kommen Diskussionen über einen WM-Verzicht auf, den Ex-Bayern-Boss Oliver Kahn empfiehlt. Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl kommen die Diskussionen Mitte April „viel zu früh“. Der Edeltechniker sei „ein Gefühlsfußballer“, sagt er beim Pay-TV-Sender Sky. Über die Verletzung von der Club-WM sagt er: „Diese Verletzung war echt ein Einschlag für ihn. Er hat den Knöchel gesehen. Natürlich hat er damit noch zu tun - nicht nur körperlich, sondern auch von der Birne.“ Musiala werde das aber hinter sich lassen.
Die WM wird zur sportlichen Enttäuschung
Die WM endet mit Frust. Mit dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Paraguay muss Musiala mit dem deutschen Nationalteam eine herbe Enttäuschung einstecken. Der Jungstar kann das deutsche Offensivspiel gemeinsam mit Florian Wirtz nicht so prägen wie erhofft. Beim 7:1 gegen Curacao erzielt er sein einziges Tor aus dem Spiel heraus. Zudem verwandelt er seinen Elfmeter gegen Paraguay - die Deutschen scheitern dennoch.
Kleine Operation in diesem Sommer
Nach der Rückkehr von der WM wird Musiala noch einmal operiert. Nach Angaben des Clubs ist es „ein kleiner, geplanter Routine-Eingriff“ und gehöre zum normalen medizinischen Ablauf nach der schweren Verletzung aus dem vergangenen Sommer. Laut „Bild“ wird bei dem Eingriff die Metallplatte aus Musialas linkem Fuß entfernt. Die Asien-Tour Anfang August verpasst Musiala, er arbeitet stattdessen in München an seiner Fitness.
Schockmoment gegen RB Leipzig
Schon am Samstag beim 3:1 gegen RB Leipzig liegt der Fußball-Nationalspieler auf dem Rasen. Die Mitspieler rufen hektisch nach den Ärzten, auch eine Trage wurde von Sanitätern schon auf den Platz gebracht. In der stillen Arena wird danach erleichtert Beifall geklatscht, als Musiala gehend, aber benommen wirkend den Rasen verlässt. In Heidenheim bricht er wieder zusammen - anschließend klärt er selbst über seinen Gesundheitszustand auf.