Erste Hilfe im Alltag Erste Hilfe: Gut vorbereitet, wenn es darauf ankommt
Ein Unfall, ein Sturz oder ein plötzlicher medizinischer Notfall: Wenn Menschen in unserer Nähe Hilfe brauchen, zählt oft jede Minute. Doch was tun, wenn man selbst zum Ersthelfer wird?
Ein Verkehrsunfall auf der Straße, ein Sturz am Bahnhof oder ein medizinischer Notfall in der Familie: Erste Hilfe wird meist dann gebraucht, wenn niemand damit rechnet. In solchen Momenten kann es entscheidend sein, ruhig zu bleiben, den Notruf zu wählen und zu wissen, was als Nächstes zu tun ist.
Ein Erste-Hilfe-Kurs vermittelt dafür wichtige Grundlagen und gibt Sicherheit im Umgang mit Notfallsituationen. Denn auch wenn man kein medizinischer Profi ist, kann man mit wenigen, richtigen Handgriffen viel bewirken.
Warum Erste-Hilfe-Wissen wichtig ist
In Deutschland besuchen jedes Jahr viele Menschen einen Erste-Hilfe-Kurs. Für Fahrschüler ist er Voraussetzung für den Führerschein, Unternehmen müssen betriebliche Ersthelfer ausbilden und auch für bestimmte Berufsgruppen sind regelmäßige Auffrischungen vorgesehen.
Doch Erste Hilfe ist nicht nur eine Pflicht. Auch für Privatpersonen kann es sinnvoll sein, die eigenen Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. Denn wer bestimmte Abläufe einmal gelernt hat, kann sie nach einigen Jahren trotzdem wieder vergessen.
Was lernt man im Erste-Hilfe-Kurs?
Ein Grundlagenkurs verbindet Theorie und Praxis. Auf dem Programm stehen unter anderem:
- Verhalten und Eigenschutz an Unfallstellen
- Wundversorgung
- Umgang mit Verletzungen und Brüchen
- Verbrennungen sowie Hitze- und Kälteschäden
- Vergiftungen und Verätzungen
- stabile Seitenlage
- Wiederbelebungsmaßnahmen Besonders die praktischen Übungen helfen dabei, im Notfall nicht erst überlegen zu müssen, wie eine Maßnahme funktioniert.
Was ist gesetzlich geregelt?
In Deutschland besteht grundsätzlich eine Pflicht zur Hilfeleistung. Nach § 323c StGB muss jeder in einer Notlage helfen, soweit dies zumutbar ist. Dabei gilt, selbstverständlich, dass niemand sich selbst in Gefahr bringen muss.
Auch die Sorge, bei der Ersten Hilfe etwas falsch zu machen, sollte nicht davon abhalten zu helfen. Wer nach bestem Wissen und mit der gebotenen Sorgfalt handelt, muss grundsätzlich keine rechtlichen Konsequenzen befürchten, wenn dabei unbeabsichtigt eine Verletzung entsteht.
Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sollten notwendige Erste-Hilfe-Maßnahmen fortgeführt werden. Anschließend können Ersthelfer wichtige Informationen weitergeben: Welche Maßnahmen wurden durchgeführt? War die Person ansprechbar? Sind Vorerkrankungen oder Medikamente bekannt?
Dann übernehmen die ausgebildeten Einsatzkräfte die weitere Versorgung.
Erste Hilfe gehört zu den Fähigkeiten, die man hoffentlich selten braucht, aber im entscheidenden Moment parat haben sollte. Ein regelmäßiger Kurs kann dabei helfen, Wissen und Handgriffe aufzufrischen und Unsicherheiten abzubauen.
Denn Erste Hilfe beginnt nicht erst mit medizinischem Fachwissen. Sie beginnt damit, im richtigen Moment zu handeln.