Kommunalwahl 2026 Unsere Leitlinien – so berichtet die Redaktion

Carmen Leonhard
|
Von Carmen Leonhard
| 12.08.2026 10:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Mit unserer Berichterstattung in Wort, Bild und Ton wollen wir den Lesern Orientierung im Kommunalwahlkampf bieten. Diese Aufnahme entstand 2011 bei einer Podiumsdiskussion. Foto: Klaus Ortgies/Archiv
Mit unserer Berichterstattung in Wort, Bild und Ton wollen wir den Lesern Orientierung im Kommunalwahlkampf bieten. Diese Aufnahme entstand 2011 bei einer Podiumsdiskussion. Foto: Klaus Ortgies/Archiv
Artikel teilen:

Welche Regeln gelten im Wahlkampf für die Arbeit in der Redaktion? Hier erklären wir, nach welchen Grundsätzen wir über Parteien, Kandidaten und Themen berichten.

Ostfriesland - Die Kommunalwahlen stehen bald an. Die Entscheidungen, die in den Gemeinde- und Stadträten sowie in den Kreistagen getroffen werden, wirken sich unmittelbar auf das Leben der Menschen vor Ort aus. Es geht um Themen wie die Entwicklung von Schulen, die Sanierung von Straßen, die Förderung der heimischen Wirtschaft und der Vereine. Mit unserer Berichterstattung wollen wir unseren Leserinnen und Lesern Orientierungshilfe bei der Wahlentscheidung geben. Wir berichten unabhängig, fair und nach klaren Grundsätzen. Welche Leitlinien das sind, soll dieser Beitrag transparent machen.

Die Grundprinzipien unserer Berichterstattung

Wichtige Voraussetzung für demokratische Wahlen ist eine freie und unabhängige Berichterstattung. Diesem Grundsatz fühlen wir uns verpflichtet. Unsere Leitlinien gelten für alle Parteien und Wählergruppen, für alle Kandidatinnen und Kandidaten. Hier sind die Eckpunkte im Überblick:

  • Unsere Berichterstattung orientiert sich am Nachrichtenwert. Welche Termine besucht werden, entscheidet die Redaktion anhand journalistischer Kriterien.
  • Wir berichten über Themen, die die Menschen in der Region bewegen. Über die Auswahl der Themen entscheidet unabhängig die Redaktion. Parteien, Kandidaten und Kandidatinnen erhalten die Möglichkeit, ihre Positionen darzustellen.
  • Reine Wahlkampfveranstaltungen oder PR-Termine, die ausschließlich der Selbstdarstellung dienen, werden von uns nicht besucht. Ergeben sich im Zusammenhang mit derartigen Terminen neue und relevante Informationen, berichten wir – nach unabhängiger Recherche und mit journalistischer Einordnung.
  • Für die Berichterstattung gelten unsere redaktionellen Kriterien: journalistische Sorgfalt, kritische Einordnung, transparente Trennung zwischen Nachricht, Analyse und Kommentar.
  • Unsere redaktionellen Inhalte und die bezahlte Werbung werden klar getrennt. Wahlwerbung wird eindeutig gekennzeichnet. Unsere journalistischen Beiträge entstehen unabhängig von wirtschaftlichen Vereinbarungen.

Um die Unabhängigkeit der Redaktion zu betonen: Eine Autorisation ganzer Texte durch Parteien/Kandidierende findet auch im Wahlkampf nicht statt. Faktenchecks sind möglich. Basis unserer Arbeit ist der Pressekodex, der die journalistischen Standards definiert.

Gleiche Spielregeln für alle

Die zur Wahl zugelassenen Parteien und Wählergemeinschaften sowie Kandidatinnen und Kandidaten für die Personenwahlen erhalten die Möglichkeit, sich den Leserinnen und Lesern vorzustellen. Dafür haben wir vergleichbare Formate geschaffen. Ein Beispiel sind die Kandidatenporträts mit standardisierten Fragen.

Die Teilnahmebedingungen wurden und werden den Personen/Parteien klar kommuniziert und gelten für alle gleichermaßen. Ausnahmen machen wir aus Gründen der Fairness keine.

Fokus auf Fakten

Wir verstehen Wahlberichterstattung auch als Kontrollauftrag. Gerade in Zeiten, in denen in sozialen Netzwerken Falschbehauptungen und Stimmungsmache kursieren, nehmen wir in der Redaktion diese Aufgabe sehr ernst.

Was bedeutet das? Wir prüfen Aussagen in Pressemitteilungen und sozialen Netzwerken. Dort verbreitete Behauptungen über Parteien, Kandidatinnen und Kandidaten werden nicht ungeprüft wiedergegeben.

Wir holen Stellungnahmen ein, checken Fakten, erklären Hintergründe und ordnen Zusammenhänge ein. Wahlversprechen werden von uns kritisch hinterfragt – beispielsweise auf ihre Finanzierbarkeit oder rechtliche Zulässigkeit.

Besonders sorgfältige Maßstäbe für die Berichterstattung gelten bei Vorwürfen, die Kandidatinnen oder Kandidaten in Verruf bringen sollen.

Im Dialog mit den Leserinnen und Lesern

Die Fragen und Anliegen der Menschen in Ostfriesland stehen im Mittelpunkt unserer redaktionellen Arbeit. Deshalb greifen wir Themen auf, die unsere Leserinnen und Leser beschäftigen – auch im Wahlkampf. Anregungen werden nach interner Prüfung redaktionell aufgegriffen.

Bei den verschiedenen Podiumsveranstaltungen zur Wahl haben Leserinnen und Leser die Möglichkeit, Fragen an die Kandidaten und Kandidatinnen einzureichen. Dafür können im Vorfeld E-Mails an redaktion@zgo.de geschrieben werden. Bitte unbedingt im Betreff vermerken, auf welche Wahl sich der Inhalt bezieht. Die Redaktion wird die Zuschriften sichten und zu Themenkomplexen bündeln.

Ähnliche Artikel