Gewaltkriminalität Ermittlungen und Trauer nach tödlicher Messerattacke in Bank

dpa
|
Von dpa
| 24.07.2026 04:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Am Tag nach dem Angriff legten Menschen Blumen am Tatort nieder. Foto: Armin Weigel
Am Tag nach dem Angriff legten Menschen Blumen am Tatort nieder. Foto: Armin Weigel
Artikel teilen:

War es ein Raubüberfall? Was genau bei dem tödlichen Angriff auf einen Bank-Mitarbeiter in Regensburg geschehen ist, müssen die Ermittler noch klären. Ein 20-Jähriger wurde festgenommen.

Nach der tödlichen Messerattacke in einer Regensburger Bank versucht die Kriminalpolizei, die Hintergründe aufzuklären. Bislang ist das Motiv des 20 Jahre alten Verdächtigen unklar. Details will sie gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft in einer Pressekonferenz am Nachmittag bekanntgeben. Am Morgen sagte ein Sprecher der Polizei, dass es derzeit keine neuen Informationen gebe.

Der 20-jährige Tatverdächtige, der rund drei Stunden nach dem Angriff in dem Gebäude festgenommen wurde, soll zudem im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden. Gegen den Deutschen wird wegen eines Tötungsdelikts und eines Raubüberfalls ermittelt, wie eine Sprecherin des Regensburger Polizeipräsidiums sagte. 

Viele Details zu den Abläufen der blutigen Tat mit einem Toten waren auch am Tag danach weiter unklar. Es dauere, den genauen Hergang zu verifizieren, erklärte die Polizeisprecherin. Auch die Vernehmungen nähmen Zeit in Anspruch. 

Nach Abschluss des Einsatzes war die Spurensicherung am Tatort unterwegs. Foto: Jason Tschepljakow/dpa
Nach Abschluss des Einsatzes war die Spurensicherung am Tatort unterwegs. Foto: Jason Tschepljakow/dpa

Opfer starb im Krankenhaus

Am Donnerstagnachmittag war in der Bankfiliale im Regensburger Westen ein Mitarbeiter mit einem Messer niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Eine ganze Weile hatten die Einsatzkräfte nur Sichtkontakt mit dem Opfer, bis es medizinisch erstversorgt und in eine Klinik gebracht werden konnte. Dort starb der Mann wenig später.

Es handelt sich um eine Filiale der Hypovereinsbank (HVB). „Wir sind zutiefst bestürzt über den Verlust eines unserer Kollegen infolge dieses tragischen Vorfalls“, teilte die HBV nach der Tat mit.

Die Sicherheitskräfte hatten zunächst eine Geiselnahme befürchtet. Die Zahl der Menschen, die im Gebäude waren, blieb lange unklar, ebenso das Motiv der Tat. Letztlich konnten die Beamten zwei Personen unversehrt herausbringen. Sie sind laut Polizei ebenfalls Bank-Mitarbeiter. 

Danach fassten Spezialkräfte den Tatverdächtigen in dem Gebäude. Er habe keinen Widerstand geleistet und sei unverletzt geblieben, teilte die Polizei am Abend mit.

Am Tag nach dem Angriff legten Menschen Blumen am Tatort nieder. Foto: Armin Weigel
Am Tag nach dem Angriff legten Menschen Blumen am Tatort nieder. Foto: Armin Weigel

Keine Hinweise auf zweiten Täter

Im Anschluss suchten die Einsatzkräfte das Gebäude ab, um dann der Spurensicherung das Feld zu überlassen. Die Polizei ging rasch von einem Einzeltäter aus. „Hinweise auf einen zweiten Tatverdächtigen liegen derzeit nicht vor“, hieß es wiederholt.

Am Tag nach dem Angriff drückten Menschen an der Filiale ihre Trauer aus, indem sie Blumen ablegten und Kerzen aufstellten.

Ähnliche Artikel